Gemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn

Andachten im Radio

Serienhelden

Von Montag bis Freitag ist Pastor Jörg Prahler wieder auf Radio NDR 1 Niedersachsen zu hören. In der Reihe „Zwischentöne“ spricht er gegen 9.45 Uhr über mehr oder weniger bekannte Fernsehserien.

Und er fragt sich: Welche Person aus der Bibel war auf einer ähnlichen Mission? Wer hätte in diese Fernsehserie gut hineingepasst? Und welche Familie aus der Bibel trieb es eigentlich noch bunter als die Ewings aus Dallas?

Viel Spaß beim Hören!

Und wer nicht hören oder warten will, darf schon mal lesen. Wobei sich bei den Andachten diesmal die Hörfassungen wirklich deutlich mehr lohnen. Sobald die verfügbar sind, werden sie auch auf dieser Homepage veröffentlicht.

 

Der neue Gemeindebrief ist da:

Gemeindebrief Mai bis Juli 2020

Gottesdiensttermine in DaLaQui Mai bis Juli 2020

 

 

 

 

Corona-Extrablatt:

Corona – Extrablatt

 

 

 

Neuigkeiten

Regeln für den Besuch des Gottesdienstes in DaLaQui zu Coronazeiten

Die Hygieneregeln für den Gottesdienstbesuch sind gelockert worden. Die Änderungen sind rot markiert. Ich freue mich, Sie oder Euch bald wieder in der Kirche zu sehen.

Bitte beachten Sie die folgenden Hygieneregeln:

1.) Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie bitte zu Hause. Wer Anzeichen einer Krankheit zeigt, darf nicht eingelassen werden.

2.) Folgen Sie den Anweisungen des Kirchenvorstands und beachten Sie den Mindestabstand in und außerhalb der Kirche.

3.) Bitte geben Sie der Küsterin Ihren Namen und Ihre Telefonnummer an. Falls es nötig ist, können wir später nachvollziehen, wer einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt war.

4.) Bitte nutzen Sie beim Betreten der Kirche das dort bereit-stehende Mittel zur Desinfektion Ihrer Hände.

5.) Bitte bringen Sie eine Mund-Nase-Maske mit. Tragen Sie die Maske beim Betreten und beim Verlassen der Kirche. Während des Gottesdienstes können Sie die Maske absetzen. Wenn Sie keinen entsprechenden Schutz dabei haben, lassen Sie sich einen von der Küsterin geben.

6.) Folgen Sie den Anweisungen des Kirchenvorstands. Nutzen Sie in der Kirche nur die markierten Sitzplätze. Inzwischen dürfen bist zu 10 Personen nebeneinander sitzen. In Langendorf ist das in etwa eine Stuhlreihe. In Quickborn und Damnatz sind dies zwei Bankreihen hintereinander. Danach muss wieder ein Reihe freigehalten werden. Bitte achtet Sie darauf, dass zu Personen, die das wünschen, weiter Abstand gehalten wird.

7.) Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei normal besuchten Gottesdiensten – auch wenn zum Beispiel eine Taufe ist – ist auch nicht mit einer BesucherInnenzahl zu rechnen, bei der es Probleme mit den neuen Abstandsregeln geben könnte.

8.) Auch die Emporen dürfen inzwischen genutzt werden.

9.) Leider dürfen die Gemeinde und Chöre nicht singen und der Posaunenchor darf nicht spielen.

Die Andachtsreihe „Ein kleines Licht“ wird fortgesetzt. Allerdings werden eventuell nicht mehr an jedem Tag neue Andachten eingestellt.

Hier findet ihr ein Inteview mit Jörg Prahler und Heike Sieberns:

AUF STIMMENFANG // mit Pastor Jörg Prahler

Jörg Prahler, Pastor für die Gemeinden Damnatz, Langendorf & Quickborn, und Vikarin Heike Sieberns erzählen von Gottesdiensten, die plötzlich irgendwie merkwürdig sind und wie sie einen Weg gefunden haben, trotz Kontaktbeschränkungen Zuversicht zu spenden.#wendland #einwendland

Gepostet von Ein Wendland am Samstag, 30. Mai 2020

(Die bitte, bitte werde Mitglied bei facebook-Anfrage kannst du einfach ablehnen und das Video trotzdem sehen.)

Glocken für zu Hause: Den perfekten Gottesdienst zu Hause feiern Sie mit Ihrem original Glockengeläut. Die Glocke von Damnatz, die Glocke von Langendorf und die Glocken von Quickborn.

Predigten am Telefon: Für alle, die sich mit dem Internet schwertun, werden von nun an sonntags und donnerstags Andachten aufgezeichnet, die Sie sich per Telefon anhören können. Wählen Sie dafür die Nummer: 05841 – 97 48 16 5. Den Text der Andacht hören Sie dann als Ansage vom Anrufbeantworter. Eventuell ist die Nummer gerade besetzt, auch wenn Sie ein Freizeichen hören. Rufen Sie dann einfach später wieder an.

Videos aus Dömitz: Meine Kollegin Inga Millon aus Dömitz stellt Andachten, Gedanken und Informationen als ganz tolle Videos ins Netz. Einfach mal angucken!

Seelsorge: Wenn Sie oder Du ein Gespräch oder Hilfe brauchst, dann ruf mich bitte jederzeit an (05865-244). Wenn ich gerade nicht da oder in einem anderen Gespräch bin, höre ich den Anrufbeantworter ab und melde mich zurück.

Wie gefällt euch das neue Angebot auf dieser Seite? Taugen die Andachten etwas? Stellt ihr Kerzen in die Fenster und betet ihr mit? Oder liest das gar keiner? Antworten gerne an joergprahler@gmx.de.

Kirche trotzdem jeden Tag

Die Kirchen sind abgeschlossen, die Gemeindehäuser sind zu. Ich mag das nicht, aber es muss so sein. Ich will für Sie und für euch da sein. Ich will mit Ihnen und mir dir zusammen sein. Trotzdem. Vielleicht geht das ja so übers Internet. Wir probieren das jetzt aus.

Hier finden Sie den Ablauf für ein Abendgebet speziell für Ostern und die Zeit danach, das wir alle zusammen feiern können. Davor läuten jetzt  jeden Abend von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Als Anregung dafür erscheint auf dieser Seite etwas weiter unten jeden Abend ein “kleines Licht”, ein kurzer Gedanke, eine Anregung. Ein Vorschlag: Stellen Sie eine Kerze um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße. Jeden Tag gibt es auf dieser Seite irgendwas Neues. Ein Licht für jeden Tag, bis die Epidemie vorbei ist oder bis mir absolut nichts mehr einfällt. Lichter von den Vortagen dicht darunter auf dieser Seite. An jedem Sonntag nach Ostern finden Sie eine kurze Predigt auf dieser Seite, damit Sie zu Hause Gottesdienst feiern können. Dazu passt dieser Gottesdienstablauf. Oder Sie schauen sich den Gottesdienst an, den die Landeskirche online gestellt hat. Für all das Läuten als Startsignal um 10 Uhr die Glocken in allen drei Kirchen.

„Meine Oma und mein Opa haben aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten. Inzwischen sind so viele Kleine Lichter der vergangenen Tage und so viele Gottesdienste hier verlinkt, dass man ein Offline-Paket für drei Wochen daraus schnüren und verschicken kann.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

Viele Menschen haben zur Zeit frei und Langeweile. Den Keller ausrümpeln, geht nicht mehr. In Rekordzeit waren alle Container in Woltersdorf überfüllt. Die Deponie hat auf Notbetrieb umgestellt. Eine sinnvolle Beschäftigung und eine Rettung gegen Langeweile finden Sie hier. Jetzt hätten Sie die Zeit. Oder auch für die Angebote der Landeskirche, Kirche von zu Hause aus zu machen und zu erleben.

Und vielleicht schicken Sie mir ja LeserInnen-Mails, aus denen ich zitieren darf. Aktuelle Informationen, was in der Kirche noch geht – auch digital oder in den Medien – und was gerade nicht geht, finden Sie hier auch.

Lest die Texte, klickt euch durch die Links. Viel Spaß und viel Mut. Lasst von euch hören und bleibt gesund oder werdet wieder gesund.

Ein kleines Licht am 9. Juli

von Heike Sieberns; Vikarin in Damnatz, Langendorf und Quickborn

Keine Entchen. Keine Sandburgen.

Wenn es in den letzten Jahren auf die Sommerferien zuging, wurde ich unruhig.
Hab ich alles besorgt? Hält meine selbstaufblasbare Isomatte die Luft noch? Hat meine Taschenlampe noch Batterien? Und: Werden die Tage, die das Team und ich geplant haben, den Jugendlichen gefallen? Welche Gesichter verstecken sich hinten den Namen auf der Liste? Wie sind die wohl so drauf?
Einige kenne ich schon vom Vorjahr. Einige auch schon vom Jahr davor.

Am Bus gibt es ein großes Hallo und viele Umarmungen. Dann stehen alle Eltern aufgereiht am Parkplatz und winken nochmal fröhlich zum Abschied. Und wir starten endlich Richtung Süden.

Jedes Jahr gibt es ein großes Motto, das sich durch die Freizeit zieht. Es taucht in den drei Gottesdiensten auf, die wir zusammen feiern. Inhaltliche Aktionen sind darauf abgestimmt. Und auf der Mitte der Freizeit wird dazu  ein riesiges Fest gefeiert. Ein Volleyball-Spiel zwischen den Jugendlichen und dem Team findet nach einer schriftlichen Herausforderung statt. Wetteinsatz ist eine Stunde später ins Bett und eine Stunde länger schlafen. Außerdem wird der Grill angeschmissen. Und den ganzen Tag über gibt es kreative und sportliche Aktionen, die zum Thema des Mottos passen.

Neben dem Motto und dem Bergfest, gibt es immer ein Cludeo-Geländespiel, einen Ausflug in die nächste Stadt und eine Nachtwanderung mit Übernachtung im Freien. Und jedes zweite Jahr eine Strand-Rallye. Diese Aktion gehört zu meinen liebsten! Es gibt vier Mannschaften, die gegeneinander antreten. Die Disziplinen lauten: Sandburgenbau, Entchen-Fischen, Schatzsuche, Wasser-Tanken und Staffelschwimmen.

Beim Sandburgenbau geht es mal um die größte Sandburg – ehrlicher Weise müsste man von dem größten Sandhaufen sprechen – und mal um die Sandburg mit den meisten Details. Punkte bringen zum Beispiel ein Burggraben, Türme,  Fenster, Tore und Verziehrungen.

Das Entchen-Fischen ist mein persönliches Highlight. Ein Teamer schwimmt mit einem großen Sack Schwimmentchen ins Meer und lässt sie auf den Wellen frei. Damit kein Entchen abtreibt, hält er sie etwas zusammen. Die Aufgabe der Jugendlichen ist nun, das jeweils eigene Entchen zu finden. Unter jedem gelben Entchen steht ein Name aus der Gruppe. Und diesen Namen gilt es jetzt zu finden. Auf los gehts los und alle 50 Jugendlichen rennen gleichzeitig ins Wasser, um ihre Ente zu holen. Es spritzt, es wird geschrien und nach gut fünf Minuten haben die Entchen wieder den Strand erreicht.

Bei der großen Schatzsuche sind wieder alle 50 Jugendlichen gleichzeitig gefragt. In einem abgesteckten Bereich sind 100 Fotofilm-Dosen verbuddelt. In den Filmdosen steckt ein Zettel mit einer Punktzahl. Mal sind es fünf Punkte, manchmal auch 20 Punkte. Alle suchen gleichzeitig und versuchen möglichst viele Punkte für ihr Team zu holen. Wenn alle Dosen ausgebuddelt sind, wird abgepfiffen.

In der nächsten Runde erhalten alle Teams eine Badekappe und einen Zehn-Liter-Eimer. Jede Mannschaft versucht nun so viel Wasser wie möglich in die Badekappe zu füllen. Der Anfang ist schwer. Die Kappe bleibt in ihrer Form und hält grad mal einen halben Liter Wasser. Mit ein bisschen Geduld wird es dann ein Liter, zwei, fünf, bis irgendwann der ganze Eimer drin bleibt. Und ab da wird es spannend. Wie viele weitere Zehn-Liter-Eimer passen  in die Badekappe? Der Rekord liegt derzeit bei etwas über 400 Liter! Wenn die Gruppe eine gute Taktik gefunden hat, wie man die Badekappe am besten halten kann, füllt sich die Kappe immer weiter zu einem kleinen Pool. Aber irgendwann ist Schluss und die Badekappe reißt.

Beim Staffelschwimmen passiert genau das: Die Gruppen schwimmen ein Staffelrennen und powern sich nochmal richtig aus. Nach all den Runden werden die Punkte gezählt. Der Preis ist ein Eis für jeden und jede. Die Gruppe mit den meisten Punkte darf sich zuerst eins aus den verschiedenen Sorten aussuchen.

Dass ich dieses Jahr nicht mehr dabei sein würde, war schon letztes Jahr klar. Aber dass die Freizeit gar nicht erst stattfinden kann, war für niemanden auch nur denkbar. Für mich waren diese zwei Wochen immer ein Highlight meines Jahres. Zwei Wochen im Zelt. Keine Stühle mit Lehne, sondern Bierzeltbänke. Nur kurze Hosen und barfuß. Zwei Wochen mit fast 60 Leuten auf einem Platz. Jeden Tag ist Programm. Programm, dass nur mit so einer Gruppe schön ist. Mit vielen Leuten, die innerhalb einer Busfahrt zu einer Gemeinschaft geworden sind. Beim Gemüse-Schneiden wird geklönt und gelacht. Auf dem Weg zum Waschhaus kommen unerwartet Herzensthemen auf den Tisch. Und nach einem Lagerfeuer am Strand sitzen plötzlich zwei Mädels Arm in Arm, die seit letztem Jahr kein gutes Wort füreinander hatten.
Christliche Werte passieren da einfach auf dem Platz. Sie werden gelebt und nicht besprochen. Für mich und für viele andere passiert da viel Schönes und Gutes. Diese gute Zeit begleitet einige noch Wochen später. Wie ein Tank, der immer noch mit guter Laune gefüllt ist.

Ich hoffe, dass dieser Sommer etwas anderes bereithält, was das Zeug zum Ersatz-Highlight hat. Es muss auch gar nicht groß sein. Ein Teelicht wäre auch schon schön.
Das ist meine Bitte vor Gott.

Das hundertundvierzehnte kleine Licht.
Bleiben Sie behütet.
Ihre Vikarin Heike Sieberns

 

Das “kleine Licht” erscheint jeden Abend auf der Startseite von Evangelisch-im-Wendland.de und auf der Homepage der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können diese Andacht, diesen Impuls oder Gedanken gut in ein Abendgebet einbauen. In Damnatz, Langendorf und Quickborn läuten dazu jeden Abend, außer am Wochenende von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Für das Abendgebet können Sie eine Kerze anzünden. Die Kerze können Sie danach um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße stellen. Das ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich zur Zeit ganz viele Menschen in Lüchow-Dannenberg gegenseitig geben.

„Meine Oma hat aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an heike.sieberns@evlka.de.

 

Ein kleines Licht am 8. Juli

The Walking Corona-Viren

Der erste Fernsehabend der Menschheitsgeschichte sah in etwa so aus: Die Jäger waren von der erfolgreichen Jagd in die heimatliche Höhle zurückgekehrt. Am Abend saß man beim Feuerschein zusammen und die Jäger erzählten von den Mammuts, den wilden Pferden, von den Wisenten und Säbelzahntigern, die sie gesehen hatten.

Die Daheimgebliebenen lauschten gebannt. Da sagte der künstlerisch begabteste Jäger: „So genau kann ich euch das gar nicht erzählen. Aber seht mal her!“ Und dann malte er Mammuts, wilde Pferde, Wisente und Säbelzahntiger an die Wände und Decken der Höhle. Und vor seinen Zuschauern erwachten all diese Tiere zum Leben. So geschehen vor ungefähr 20.000 Jahren zum Beispiel in der Höhle von Altamira in Nordspanien.

Höhlenmalerei eines Steppenbisons in der Höhle von Altamira (Replik, Museo Nacional y Centro de Investigación de Altamira, Santilla del Mar, Cantabria, Spanien)
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hle_von_Altamira#/media/Datei:AltamiraBison.jpg

Etwas zeigen und erzählen, wo die anderen nicht dabei gewesen sind. Etwas anschauen und lernen, obwohl man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Die allerersten Ursprünge des Fernsehens.

Wir Menschen lieben Geschichten, vor allem wenn wir etwas davon lernen können. Das war auch in späteren Zeiten so.

Im Mittelalter und den Jahrhunderten vor der Industrialisierung saßen die Menschen immer noch am Abend ums Feuer herum zusammen. Die Höhlenmalereien hatte man aufgegeben. Aber die Geschichten waren geblieben.

Statt eines Filmabends erzählte man sich haarsträubende, ausgedachte Geschichten. Zum Beispiel Märchen. Und auch wenn diese Geschichten komplett ausgedacht waren, gab es in fast allen Märchen eine halb versteckte lehrreiche Botschaft. Bei Rotkäppchen: Trödel nicht im Wald herum, bleib auf dem geraden Weg und lass dich nicht von fremden Männern anquatschen. Hänsel und Gretel: Lass dich nicht von alte Frauen mit einer Zuckerstange in ihr Haus locken. Vorsicht vorm Schokoladenonkel. Und wenn du in die Fänge von Bösewichten gerätst, wehr dich und sei bloß nicht zimperlich.

Wenn man so will, erzählen Fernsehserien die Märchen von heute. Und sie sind auch zugleich die Höhlenmalereien von heute. Wie damals lassen einen solche Serien bei Abenteuern dabei sein, die man selbst nicht erlebt hat. Oder die man ehrlich gesagt auch lieber gar nicht erleben selbst erleben kann oder möchte: Im Weltraum auf der Enterprise oder im Wilden Westen bei Bonanza. In den schönsten Häfen dieser Welt wie beim Traumschiff oder im Krankenhaus bei Dr. House.

Und da gibt es Serien, die einfach so an uns vorbei laufen und die dann auch schnell vergessen sind. Und es gibt Serien, die sehr erfolgreich sind und vielleicht Jahrzehnte später noch ihre treuen Fans haben. Aber was macht den Unterschied aus?

Ich glaube, neben manchem anderen ist es wie am Anfang, was ich dabei lernen kann.

Beim Tatort lerne ich jeden Sonntag, dass Eifersucht, Gier und Jähzorn sich nicht lohnen und dass das Gute am Ende sich nicht lohnt. Bei Dallas lerne ich, dass Geld allein nicht glücklich macht und dass der fiese JR doch nicht weiter kommt als der liebe Bobby. In der Lindenstraße erfahre ich von Mutter Beimer viel über Kindererziehung und ansonsten, dass meine eigene Nachbarschaft doch eigentlich ganz in Ordnung ist.

Und dann gibt es da eine sehr erfolgreiche Serie, die meine These auf den Kopf zu stellen scheint: The Walking Dead. „Die wandelnden Toten“ sind eine Fernsehserie über Zombies. Und seit 2010 wurden bereits 147 Folgen davon abgedreht und weitere sind geplant.

Aber was in aller Welt soll ein Zuschauer dabei lernen können, wenn menschenfressende Untote ein paar übrig gebliebene Überlebene durch verlassene Städte, Dörfer, Landschaften jagen? Was soll ich von einer Horrorserie lernen über Monster, die es doch ganz sicher gar nicht gibt? Da gibt es eine Lektion zu lernen für alle, denen es zu gut geht.

Doch zuallererst ein paar Worte über den Inhalt der Serie. Der unterscheidet sich nicht groß von dem in allen Zombie-Filmen oder -Serien: Die heile Welt wird auf den Kopf gestellt. Überall auf der Erde hat sich eine Seuche ausgebreitet, die alle Erkrankten zu mörderischen Bestien macht. In manchen Filmen sind die Kranken wirklich nur krank wie zum Beispiel durch eine besonders schlimme Art der Tollwut. Bei The Walking Dead ist es noch ein bisschen gruseliger: Die Zombies sind erneut zum Leben erwachte Leichname, die entsprechend schrecklich aussehen.

Wer von diesen Zombies erwischt wird, der wird entweder einfach aufgefressen. Oder er wird nur gebissen und angesteckt und verwandelt sich in ein paar Stunden oder Tagen selbst zu einem Zombie.

Die überlebenden Menschen sind also ständig auf der Hut und auf der Flucht. Sie müssen zusammenhalten oder sich gegen anderer, aber böse Überlebende zur Wehr setzen. Denn auch das gehört in einem Zombiefilm dazu: Die öffentliche Ordnung ist zusammengebrochen. Keiner verkauft mehr Lebensmittel. Keine Feuerwehr und keine Polizei kommt mehr, wenn man sie ruft.

Und vielleicht dämmert schon dem einen oder anderen, was man aus Zombie-Filmen „lernen“ kann: Zombies sind wie Viren auf zwei Beinen. Eine allgemeine Bedrohung, die alle Menschen betrifft. Den Corona-Virus kann man nicht sehen. Insofern kann man ihn nicht im Fernsehen zeigen. Einen Zombie schon. So wie ein Virus auf jeder Türklinke und in jeder Aerosolwolke lauern kann, so kann in jedem Schrank und hinter jeder Ecke ein Zombie lauern. Zombies vermehren sich durch Ansteckung. Jeder Krankheitsvirus auch.

Vor allem jedoch stellt so eine Zombieapokalypse unsere Zivilisation und und den Charakter jedes einzelnen Menschen auf die Probe. Denn wie weit würdest du gehen, um zu überleben? Und würdest du ein friedlicher, guter Mensch bleiben, wenn kein Gesetz und keine Polizei mehr über dich wacht?

Glücklicherweise ist die Corona-Epidemie nicht so katastrophal schlimm wie eine Zombieapokalypse im Fernsehen. Aber diese Krankheit hat unser Leben doch gewaltig verändert. Die ersten Wochen waren die Einkaufsstraßen in den Städten auf einmal wie leergefegt. Ein Anblick, den man am helllichten Tag noch nie gesehen hatte. Schon beim Toilettenpapiereinkauf warf manch einer seine gute Erziehung über Bord. Ganze Staaten kannten keine Freunde und Verwandte mehr beim Maskenkauf und beim Medikamente reservieren.

Menschen waren gereizt und gingen aufeinander los. Menschen im Supermarkt prügelten sich, weil sie sich zu nahe kamen. Jugendliche in Stuttgart lieferten sich zu Hunderten Schlägereien mit der Polizei. Ohne Grund und wie aus dem Nichts. Und in Frankreich wurde ein Busfahrer von seinen Fahrgästen hirntot geschlagen, weil er ein paar Fahrgäste ohne Mundschutz nicht befördern wollte.

Noch kommt die Polizei, wenn man sie ruft. Noch sind das Einzelfälle. Aber langsam kann ich mir vorstellen, wie das wäre. Wie das wäre, wenn mehr und mehr Menschen durchdrehten. Wenn die Macht des Stärkeren regierte. Wenn wir das Gute vergessen und wieder werden wie die Tiere.

Aus den Zombiegeschichten lerne ich, dass unsere Zivilisation ein Status ist, den wir auch verlieren können. Dass diese Welt ein Alptraum wird, wenn wir sie Wutzombies überlassen. Wenn die Angst regiert und wenn die Vernunft sich schlafen legt.

Gerade in der Krise müssen wir menschlich bleiben. Die Krise ist sozusagen die Probe, ob unsere Moral und unsere Menschlichkeit was taugen. Denn das ist auch Thema in jedem Zombiefilm: Unsere heile Welt ist kostbar. Das merkst du dann, wenn sie immer kleiner und kleiner wird.

***

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes,
nicht missbrauchen.

Du sollst den Feiertag heiligen.

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Du sollst nicht töten.

Du sollst nicht ehebrechen.

Du sollst nicht stehlen.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

oder

Das höchste Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, nd du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft“ (5. Mose 6,4-5).

Das andre ist dies: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19,18).

Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Das einhundertunddreizehnte kleine Licht.

Bleiben Sie gesund oder werden Sie gesund.

Ihr Pastor Jörg Prahler.

Das “kleine Licht” erscheint jeden Abend auf der Startseite von Evangelisch-im-Wendland.de und auf der Homepage der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können diese Andacht, diesen Impuls oder Gedanken gut in ein Abendgebet einbauen. In Damnatz, Langendorf und Quickborn läuten dazu jeden Abend, außer am Wochenende von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Für das Abendgebet können Sie eine Kerze anzünden. Die Kerze können Sie danach um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße stellen. Das ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich zur Zeit ganz vielee Menschen in Lüchow-Dannenberg gegenseitig geben.

Meine Oma hat aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

 

Corona-Blues

Kleine Lichter der letzten Tage:

9.7. Keine Entchen. Keine Sandburgen.

8.7. The Walking Corona-Viren

7.7. Verliebt. Verlobt. Verheiratet…

6.7. Diesen Sommer wird alles anders

5.7. Das Experiment

4.7. Liebe ist meine Rebellion

3.7. Sorge nicht und warum viel Geld auch nichts bringt

2.7. Superkleber

1.7. Ginstersaat

30.6. Der Tag der ungewöhnlichen Instrumente

29.6. Festgehalten werden

28.6. Liegen bleiben ist keine Option

27.6. Mantel

26.6. Zwillinge in einer Gebärmutter unterhalten sich…

25.6. 100!

24.6. Das Klosterprojekt 

23.6. Kein Birnbaum mehr im Birkenweg

22.6. Nicht aufstehen

21.6. Ein Stück Himmel in der Tasse

21.6. Predigt zum 2. Sonntag nach Trinitatis

21.6. 6-Minuten-Video-Gottesdienst aus der Region Mitte

20.6. Eiszeit

19.6. Antiautoritäre Bibelarbeit

18.6. Corona-Blues

17.6. Schöne Gottesdienste?

16.6. Mit den Gezeiten

15.6. Das Herz von Dschenin

14.6. Geh aus mein Herz verjazzt

14.6. Predigt zum 1. Sonntag nach Trinitatis

13.6. Weiße Wand

12.6. Heute ist ein trauriger Tag!

11.6 Gedenken an Alberto Adriano

10.6. Unten am Fluss

9.6. Donald Duck – Party in Entenhausen

8.6. Pia kriegt ihr Pony

7.6. Ein Festtag zum Geheimnis Gottes

7.6. Predigt + am Sonntag Trinitatis: Das dööfste Fest von allen und warum die Drei so wichtig ist

6.6. Im Zweifel für den Zweifel

5.6. Auf Stimmenfang – Kirche in DaLaQui während Corona

4.6. SonnenAufgang

3.6. Der letzte Platz in der Hölle

2.6. Heuchler!

1.6. Trinkgeld für den Pferdeschwanz

31.5. Feuer, Brausen und alle Sprachen dieser Welt

31.5. Predigt+ am Pfingstsonntag: Kirche, Comuter, Corona. Was ändert sich da gerade?

30.5. Immerfort

29.5. Pfingsten ist der Anti-Turmbau zu Babel

28.5. Lebendige Steine

27.5. Einer trage des anderen Last. Teil 2

26.5. Interessiert mich die Bohne

25.5. Tina spielt die Taxifahrerin

24.5. Kunst wie Brot

24.5. Predigt+ am Sonntag Exaudi

23.5. Anfänge der Weltgeschichte

22.5. Ein Münchner im Himmel

21.5. Gott doch finden

21.5 Da wohnt ein Sehnen tief in uns…

20.5. So baut man eine Kirche!

19.5. Wir müssen reden.

18.5. Haltet den Dieb!

17.5. Händewaschen zum Gebet

17.5. Predigt: Beten

16.5. Wölfe mitten im Mai

15.5. Der Küster und seine Kirche

14.5. Die Tasse

13.5. Vögel der Sorge und des Kummers

12.5. Florence Nightingale

11.5. Kai geht noch mal rein

10.5. Mütter sind Frauen mit Superkräften

10.5. Predigt: “So eine Art von Auflockerung”

9.5. Es ist an der Zeit

8.5. Niederlage? Befreiung? Sieg?

7.5. Gottesdienst aus himmlischer Perspektive

6.5. 15 Jahre

5.5. Hinter den Worten

4.5. Simons große Liebe

3.5. Wie lieblich ist der Maien

3.5. Kleine Predigt: Ich bin eine Rebe

2.5. All You Need is Love

1.5. Tag der Arbeitsruhe

30.4.2020 Tanz in den Mai

29.4.2020 Von Optimisten und von Pessimisten

28.4.2020 Alle Menschen sind sterblich

27.4.2020 Thomas packt’s an

26.4.2020 Guten Abend, gut’ Nacht

26.4.2020 Kleine Predigt: Stark sein und auf Gewalt verzichten

25.4.2020 Sonne

24.4.2020 Mein Kompass

23.4.2020 Nur mal gucken

22.4.2020 Nachts am Meer

21.4.2020 Was Neues wächst auf

20.4.2020 Arbeitssuchend

19.4.2020 Das ist nicht das Ende!

19.4.2020 Kleine Predigt: Den großen Zusammenhang sehen

18.4.2020 Du schreibst Geschichte

17.4.2020 Geschlossene Kirchen – offene Schnapsläden

16.4.2020 Sprechende Kirchtürme

15.4.2020 Einer trage des anderen Last

14.4.2020 Ostern fällt nicht aus!

13.4.2020 Hildas letzte Reise

12.4.2020 Christus is opstahn

12.4.2020 Kleine Predigt: Die Botschaft des Löwenzahns

11.4.2020 Lazarus

10.4.2020 Predigt: Pastor Lehmann und der Jesus am Kreuz

10.4.2020 Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe

9.4.2020 Ein Abend voller Erinnerungen

9.4.2020 Kleine Predigt: Füße waschen

8.4.2020 Die zwei Wölfe

7.4.2020 Mehr als Respekt verdienen

6.4.2020 Frau Tamke macht die Tür auf

5.4.2020 Interview mit Gott

5.4.2020 Kleine Predigt: Ist das wirklich nötig?

4.4.2020 Gänseblümchen

3.4.2020 Bitte lächeln

2.4.2020 Die beiden Alten in der Loge

1.4.2020 April, April?

31.3.2020 Schach und Corona

30.3.2020 Liesbeth Präger wird aufmüpfig

29.3.2020 LeserInnenbriefe und Reaktionen

29.3.2020 Kleine Predigt: Vor den Toren der Stadt

28.3.2020 Everybody Needs Somebody to Love

27.3.2020 Ein Hoffnungsschimmer von Lesbos

26.3.2020 Die Chance in der Krise

25.3.2020 Alles ist wichtig!

24.3.2020 Was ist die Größte?

23.3.2020 Alena bricht auf

22.3.2020 Trotz dem alten Drachen…

22.3.2020 Kleine Predigt: Wie in Mutters Schoß!

21.3.2020 Siehst du das denn genauso?

20.3.2020 Die Geschichte vom alten Mann, seinem Sohn und seinem Pferd

19.3.2020 Was für ein Tal? Was für ein Stecken?

18.3.2020 Psalm 23 im Handschubfach

Pastor Jörg Prahler

joergprahler@gmx.de oder joerg.prahler@evlka.de
Fon: 05865 – 244
Fax: 05865 – 988801

Hauptstraße 13    29476 Gusborn-Quickborn

 

Pfarramtssekretärin Marlies Beckmann

kg.quickborn@evlka.de
Fon: 05865 – 244
Fax: 05865 – 988801

Das Pfarrbüro ist dienstags von 15.00 bis 18.00 besetzt.

Pfarrbüro: Hauptstraße 13    29476 Gusborn-Quickborn

Kirche in der Zeit des Corona-Virus

Bis auf weiteres, mindestens aber bis zum 19. April fallen alle Gottesdienste, Trauungen, Taufen, Gruppen und Veranstaltungen aus. Kirchen, Kapellen und Gemeinderäume bleiben zur Zeit geschlossen. Trauerfeiern finden im engsten Familienkreis und außerhalb der Kapelle statt. Die Konfirmationen, der Abendmahlsgottesdienst und der Vorstellungsgottesdienst wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Pastor Jörg Prahler ist weiter für Sie da – am besten über Telefon und Mail und wenn es unbedingt nötig ist, komme ich auch bei Ihnen vorbei.

 Taufe in der Elbe:

Am 13. September 2020 wollen wir am Damnatzer Hafen einen Gottesdienst mit Taufen in der Elbe feiern. Größere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene werden dabei ganz ins Wasser getaucht. Kleinere Kinder bleiben auf dem Arm und die Eltern oder PatInnen gehen etwa bis ans Knie in den Fluss. Bei ihnen wir wird nur das Wasser aus dem Fluss geschöpft. Wenn das Wetter schlecht ist oder der Wasserstand es nicht anders zulässt, gehen wird für den Gottesdienst und die Taufe in die Kirche.

InteressentInnen können sich bei Pastor Jörg Prahler melden:              joergprahler@gmx.de oder joerg.prahler@evlka.de
Fon: 05865 – 244
Fax: 05865 – 9888

Ihr / euer Pastor Jörg Prahler.

Rückblick, aber hörenswert:

Die beiden siegreichen Beiträge beim ersten Preach- und Poetry-Slam in Damnatz 2017

Zehn PredigerInnen und PoetInnen traten am 15. September in der Damnatzer Kirche zum Wettstreit an. Am Ende lag das Team der PredigerInnen  mit 215 zu 173 Punkten vor dem der PoetInnen. Den ersten Platz bei der Einzelwertung teilten sich jedoch schwesterlich die Poetin Vivian Rossau aus der Region West (links) und die Predigerin Susanne Ackermann aus der Region Mitte (rechts).

Die größten Gewinner waren jedoch wohl die BesucherInnen, die die kleine Damnatzer Kirche bis zum letzten Platz ausgefüllt haben: Die Stimmung war super, den meisten hat es offensichtlich richtig gut gefallen. Dafür sorgten auch der Moderator und Poetry-Slammer Bo Wimmer sowie David Thürey mit seiner Ein-Mann-Rock-Band.

Mal sehen, ob die Slammerinnen und Slammer in der Zukunft noch mal aufeinander treffen werden. In Damnatz oder anderswo. Schön wär’s.

Hier kann man sich die Gewinnerbeiträge anhören.

Von Vivian Rossau:

Von Susanne Ackermann:

Ein ausführlicher Bericht aus Damnatz von Regine Henry

Rückblick aufs Kirchenjubiläum:                          Ein Bethaus für alle Völker

Lasen Bibeltexte: Tamara Schulz (v.l.), Theda Harms und Tanita Schulz mit Pastor Jörg Prahler und Landesbischof Ralf Meister (r.). Foto: Daniela Muchow, EJZ

Kirche in Damnatz feiert 400jähriges Jubiläum

Froh sei er, dass der Landesbischof Ralf Meister am Sonntag in die kleine Kirche gekommen ist, sagt Pastor Prahler. In seiner Predigt schlug der Bischof den Bogen von der Freizügigkeit, die für Handwerker und Reisende im Europa des 17. Jahrhunderts geherrscht hat über die vielen Ereignisse, deren Zeuge das Kirchlein gewesen ist: 30jähriger Krieg, zwei Weltkriege, die Teilung Deutschlands. Nun wieder in der Mitte der Bundesrepublik verortet, feiert sie ihr Jubiläum in einer lebendigen Gemeinde, die auch das Programm mit  großer Freude mitgestaltete: Gerhard Basedow erstellte die 140 Seiten umfassende Festschrift, in der auch Zeitzeugen zu Wort kommen.
Tamara Schulz gestaltete mit den Konfirmandinnen Theda und Tanita die Lesungen, deren Bibelzitate den Altarbildern der Kirche entnommen war und das Fürbittengebet.

„Ich will ein Bethaus sein für alle Völker“, steht auf einer Inschrift am Eingang der Kirche. Ein sehr aktueller Wunsch, findet Pastor Jörg Prahler in Zeiten von Überfremdungsangst und Abschottungssehnsüchten.

Die Kirchenmusik mit Svetlana Bresitzki an der Orgel, Johannes Ammon mit der Violine und Elisabeth Freymüller am Cembalo, aber auch dem Posaunenchor unter der Leitung von Eberhard Simon und der Flötengruppe unter der Leitung von Baldrun Deckert war stimmungsvoll und brachte die Freude und Dankbarkeit der Gemeinde zum Ausdruck: „Wir leben in einer gesegneten Zeit“ hatte Gerhard Basedow in einem Interview gesagt und dabei an Kriege und Nöte erinnert, die ein Feiern von großen Jubiläen zuvor unmöglich gemacht hatten. 1817 die Folgen der französischen Besatzung, 1917 der Erste Weltkrieg. Und nun das 400jährige Jubiläum in Friedenszeiten. „Großer Gott, wir loben Dich“ war dann auch eines der gesungenen Lieder.

Verfasste die Festschrift: Gerhard Basedow mit Zeitzeugin Gertrud Badenhop. Foto: Daniela Muchow, EJZ

Bereits am Freitag, dem eigentlichen Jubiläumstag, wurde eine Ausstellung eröffnet, die auf historischen Bildern den Wandel der Kirche im Laufe der Zeiten darstellt. Dazu wurden von Boyung Rieken, der seit Jahren seinen Urlaub an der Elbe verbringt gemeinsam mit Joachim Dahmen aus Damnatz Informationstafeln enthüllt, die die wichtigsten Daten zur Kirche zusammenfassen.

Das Jubiläumsjahr in Damnatz hat mit Sternstunden, Ausstellungseröffnung und Festgottesdienst einen schönen und stimmungsvollen Anfang gefunden.

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1 Antwort zu Gemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn

  1. Jörg Prahler sagt:

    Hallo.
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