Gemeinsam für lebendige und starke Gemeinden

Martina Meyer ist neue Vorsitzende des Kirchenkreistags, Peter Wiepcke ihr Stellvertreter

DSC_3049Peter Wiepcke kommt gerne auf den Punkt. Der freundliche Mann mit der markanten Brille arbeitet in der freien Wirtschaft. Im Kirchenkreistag, der ihn Ende vergangenen Jahres zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte, will der 53jährige sich zunächst einmal die verschiedenen Ausschüsse besuchen und schauen, wie die Dinge so laufen. „Ich bin ja ganz neu in diesem Forum“, sagt er, und fügt hinzu: „Ich habe im Kirchenvorstand in Dannenberg Ausschussarbeit geleistet: Diakonie, Gemeindebrief, Musik waren da die Themen.“ Nun freut er sich auf neue Projekte auf Kreisebene, und auch auf die Zusammenarbeit mit Martina Meyer.

Die 50jährige Sonderschulrektorin ist in kirchlichen Strukturen groß geworden und fühlt sich dort zu Hause. Ihr Glaube ist die Grundlage, um in der Gemeindearbeit mitzuwirken und an Kirche mitzubauen. Martina Meyer hat viel und lange mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und kennt so die Kirche und ihre Belange gut. Direkt aus der Gemeinde wurde sie in den Kirchenkreistag geschickt und ist nun dort im zweiten Durchgang zur Vorsitzenden gewählt worden.

Nach der Amtszeit von Alexander Haase-Mühlner, der den Kirchenkreistag gut und sicher durch die Stromschnellen der Zusammenführung der Kirchenkreise Lüchow und Dannenberg geführt hatte, ist nun eine Frau am Ruder. Sie hat mit ihrem Stellvertreter einen guten Mitstreiter: „Die Chemie stimmt“, sagt Martina Meyer. Peter Wiepcke treiben ähnliche Themen. „Ich stehe dafür ein, mit meiner Arbeit der Entwicklung, der gemeinsamen Versicherung und der Veränderung zu dienen und bin bereit, die Herausforderungen der Zeit aufzunehmen. Der KKT ist der Ort, um sich diesen Dingen zu stellen und eine gemeinsame Richtung festzulegen“, sagt sie und auch Peter Wiepcke meint: „Zu gemeinsamen Beschlüssen kommen – das treibt uns an“. Das Amt falle leicht, weil es Freude bringt, bestätigen die Beiden. Auch, wenn bereits am Anfang des Jahres über 30 Termine für den Kirchenkreis im Terminkalender stehen: „Drei mal im Jahr“, so hieß es, tage der Kirchenkreistag, lacht der Dannenberger. Dass es dabei nicht bleibt, wenn man die Arbeit annimmt und es ernst meint, war ihm von Anfang an klar.

Auch auf Kreisebene wird es in Zukunft spannende Themen geben. Friedhofswesen ist eines davon. „Wir erleben gerade einen Kulturwandel“ erklärt Martina Meyer. „Menschen ohne Verwandschaft, Menschen mit sehr wenig Rücklagen, Friedhofsgebühren, die die Kosten der Gemeinden nicht decken und neue Formen der Bestattung – wir müssen da ganz neu nachdenken.“

Peter Wiepcke, der in Dannenberg im Posaunenchor spielt, findet auch in der Kirchenmusik ein schönes und einladendes Arbeitsfeld.

Vom Ausschuss Ehrenamt und Gemeinde wird das Projekt „Vitale Gemeinde“ im Kirchenkreistag betrieben. Hier gibt es viele engagierte Gemeindemitglieder, die sich um dieses brandaktuelle Thema kümmern.

„Das ist eigentlich das zentrale Thema“ erklärt Martina Meyer. „Die Frage: Wie können wir Kirche lebendig halten?“ ist eine sehr wichtige. Angst vor den schwindenden Gemeindemitgliederzahlen treibt sie nicht um. „Wir können diese Entwicklung nur schwer aufhalten“, sagt die Vorsitzende. „Aber wir sollten uns über die freuen, die bleiben wollen. Im besten Fall sind das Menschen, die wissen, warum sie zur Kirche gehören und sich dort beteiligen.

Und auch den Mitgliedern des Kirchenkreistages bleibt nichts anderes übrig, als sich der allgegenwärtigen Frage zu stellen: „Trägt sich das?“ Wo kommt das Geld her? „Ohne die Förderung durch die Landeskirche sähe es recht grau aus im Kirchenkreis, seufzt Martina Meyer. Und Peter Wiepcke ergänzt: „Auch hier müssen wir die Chancen sehen: Die Zentralisierung der Kindergartenverwaltung unter einem Dach ist ein echtes Erfolgsmodell. Auch, wenn am Anfang viele skeptisch waren.“ Martina Meyer und Peter Wiepcke werden sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen – und sie sehen darin nicht nur Probleme, sondern auch Möglichkeiten.

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