“Die acht Glocken von St. Maria Magdalena” – Quickborner Marionettentheater erlebt Renaissance

Eigentlich sprach man im Quickborn nur noch vom “ehemaligen Marionettentheater” – ein kleines Gebäude neben dem Pfarrhaus unweit der Dorfkirche. Doch nun soll es nicht mehr nur als zusätzlicher Gemeinderaum genutzt werden, sondern es geht wieder zurück zu den Wurzeln. Ein Quickborner Marionettentheater soll etabliert werden. Eine lange Zeit hat DSCI0009sich der Kirchenvorstand mit den Vorüberlegungen in Stillschweigen gehüllt – sollte es doch eine Überraschung für Dorf und Gemeinde werden. Doch nun ist es so weit. Bereits am heutigen Dienstagabend um 18.00 Uhr lädt die Gemeinde zur Premiere ein.

“Wir haben uns etwas ganz besonderes für den Neubeginn überlegt.” weiß Kirchenvorsteher Andreas Tuttas zu berichten. Es geht in dem kleinen 45minütigen Spiel um ein Stück Quickborner Kirchengeschichte – in die Zeit vor ca. 300 Jahre, als die Kirche St. Maria Magdalena zu Quickborn noch acht Glocken hatte. Damals wurde im Kirchenvorstand darum gerungen, drei der acht Glocken aus Bausicherheitsgründen zu entfernen. Aber es gibt auch einen aktuellen Bezug: Gegenwärtige Lokalprominenz spielt mit – Ähnlichkeiten sind beabsichtigt. Z. B. wird die Marionette des Ortspastors sehr an den derzeit amtierenden Pastor Jörg Prahler erinnern. “Eigentlich sollte Propst Stephan Wichert-von Holten als Superintendent die Figur des Pastors an den Fäden führen.” berichtet Prahler selbst. Doch dem war das aus verständlichen Gründen zu heikel. “Schließlich macht es sich nicht gut, wenn der Superintendent die Pastoren an Fäden festhält.” schmunzelt Wichert-von Holten, der es sich dennoch nicht nehmen läßt, zur heutigen Premiere sozusagen als Ehrengast im Publikum zu sitzen. Sämtliche Karten, die quasi “unter der Hand” von den Mitgliedern des Quickborner Kirchenvorstands an ausgewählte Gäste verteilt wurden, sind bereits vergriffen. Man kann sicherlich versuchen, direkt heute zur Aufführung zu erscheinen- die Chancen sind aber eher schlecht, dort einen Platz zu bekommen. “Aber bei gutem Erfolg planen wir weitere Aufführung. Möglicherweise noch in diesem Frühjahr” freut sich der Ortsgeistliche.

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