Kirche und Corona

Die Türen sind zwar geschlossen, das öffentliche Leben findet kaum noch statt – aber Kirche ist trotzdem noch da! Vielleicht in etwas ungewohnter Weise, aber auf verschiedenen Wegen und Kanälen, analog und digital und auf irgendeinem Weg auf jeden Fall erreichbar. Wir arbeiten alle weiter, Ihre Pastorinnen und Pastoren sind weiterhin für Sie erreichbar. Hier finden Sie Informationen zu unseren Angeboten während der Corona-Krise:

Wichtige Informationen:

Bis vorerst einschließlich 19. April 2020 sind alle Veranstaltungen, einschließlich Gottesdiensten, Trauungen, Taufen etc. abgesagt. Beerdigungen können nur im engsten Familienkreis stattfinden!

Neuigkeiten: Hier finden Sie unsere Informationen, Ankündigungen und Hinweise zur gegenwärtigen Situation.

Texte: Hier finden Sie alle Andachten und Impulse aus unseren Gemeinden, die seit Beginn der Corona-Krise hier veröffentlich worden sind.

Gottesdienste: Hier können Sie Audio- und Video-Aufzeichnungen von Gottesdiensten aus unseren Gemeinden hören und sehen. Schauen Sie auch gerne auf unserem Vimeo-Kanal vorbei!

Online-Fürbitten: Fürbitten im Gottesdienst oder im persönlichen Gebet an einer Kerze in der Kirche sind für viele ein Weg, sich mit ihren Wünschen, Sorgen oder Bitten an Gott zu wenden. Damit dieser Weg dennoch in etwas anderer Form möglich ist, haben wir uns überlegt, das Fürbittenbuch, das es in einigen Gemeinden gibt, ins Internet zu übertragen.

Außerdem läuten um 19:30 Uhr in vielen Kirchengemeinden die Glocken, und alle sind eingeladen, zu der Zeit eine Kerze ins Fenster zu stellen: als leuchtendes Zeichen dafür, dass wir nicht alleine sind, und für alle, die sich fürchten, die verunsichert sind, für die Einsamen und die Kranken.

RSS-Feed: Wenn Sie einen RSS-Reader verwenden, können Sie mit einem Klick auf den Link unseren RSS-Feed abonnieren und sehen sofort, wenn es einen neuen Gottesdienst, Text oder Hinweis auf unserer Corona-Seite gibt.

Auch wenn wir einander gerade nicht begegnen können, mögen wir uns doch verbunden bleiben, und wir hoffen, dass unsere Angebote ein wenig dazu beitragen können, bis wir wieder zu einer Form von Normalität zurück kehren können. Bleiben Sie bis dahin gesund und behütet!

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Ostern vom Balkon

Ostersonntag um 10:15 Uhr „Christ ist erstanden“
und andere fröhliche Osterlieder

Zuhause am Fenster, auf dem Balkon, im Garten, im Wald, auf der Straße, wo auch immer wir gerade sind. Egal ob Blockflöte oder Tuba, Triangel oder Akkordeon, Trompete oder die eigene Stimme. Das ist in diesem Jahr unsere Möglichkeit, gemeinsam Ostern zu feiern.

Alle sind eingeladen, ab 10:15 Uhr fröhliche Osterlieder zu singen, zu trommeln oder zu pfeifen. Räumlich mit großem Abstand voneinander. Aber innerlich ganz nah verbunden.

Zuerst erklingt der uralte Choral (Ev. Gesangbuch Nr. 99): Christ ist erstanden! Ostern lässt Christen Kraft und Freude erfahren und weitergeben. Die sperrige Melodie verbindet uns ganz tief in der Seele mit Menschen, die zu allen Zeiten und an allen Orten sehr viel Schweres zu erleiden hatten. Ihren Trost und ihre Ermutigung nehmen wir auf und geben ihn weiter.

Im Gesangbuch oder Liederheften findet man viele fröhliche und mutmachende Lieder, die wie ein bunter Klangteppich durch Städte und Dörfer erklingen.

Posaunenchöre, Musikschule, Spielmanns- züge und Trommler aufgepasst! Wir können nicht als Gruppe gemeinsam spielen! Weiten Abstand halten und einstimmig spielen! Es muss nicht perfekt klingen, wichtig ist es, die Osterfreude zu teilen.

Noten kann man hier frei herunterladen.

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Ein kleines Licht am 29.3.2020

Briefe von Leserinnen und Lesern, Anregungen und Reaktionen

Heute Abend verzichte ich mal auf eine neue Geschichte oder auf Gedanken zu einem Bibeltext. Dafür habe ich ja heute Morgen schon eine kleine Predigt hochgeladen.

Heute Abend möchte ich als kleines Dankeschön eure Reaktionen auf die Online-Aktivitäten unserer Kirchengemeinde veröffentlichen. Bitte schreibt mir mehr davon und schreibt auch, was ihr euch wünscht oder was euch noch fehlt.

Ich habe die Mails ab und zu etwas gekürzt. Meistens waren das private Anfragen oder Sachen, die sich inzwischen erledigt haben oder die weiter sonst wahrscheinlich nur wenige andere interessieren. Auf manche Fragen drucke ich in Klammern […] eine Antwort, wenn die Antwort allgemein interessieren kann.

Weil die Wünsche da auseinander gingen, habe ich einfach alle Namen weggelassen oder unkenntlich gemacht.

Viel Spaß beim Lesen und schreibt mir bitte fleißig weiter an joergprahler@gmx.de.

Und jetzt zu den E-Mails, die mich erreicht haben:

Guten Morgen! Kerzen, „Orgel“, Gitarre… Mein Sohn und ich hatten unseren ganz eigenen kleinen Gottesdienst… (mit deiner Predigt, aber ergänzt mit Laudato si u.a.😉) Ich wünsche dir einen gesegneten Sonntag!

Foto privat: So wurde heute zu Hause Gottesdienst gefeiert.

Hallöchen, ich schaue jeden Tag abends auf diese Homepage. Find ich voll gut! Schönen Abend. Liebe Grüße.

Hallo Jörg, ein sehr gute Idee, ich habe eure Seite auf unserer Website verlinkt. Gruß.

Lieber Herr Prahler, vielen Dank für die freundlichen Grüße und guten Wünsche, die wir herzlich erwidern. Es geht uns gut, wir hadern nicht und denken positiv, freuen uns am Jetzt und Leben, machen uns und anderen Mut, und fühlen gemeinsam mit vielen Mitmenschen sich im Gottvertrauen behütet. In der nächsten Zeit sind wir aus verständlichen Gründen nicht in Quickborn, bleiben in Hamburg. Wir sind dennoch mit Gedanken bei der Gemeinde und den Menschen nachbarlich und freundschaftlich verbunden. Wir pflegen einen regen Austausch meist telefonisch mit den Nachbarn. Ihre Aktion unterstützen wir somit gern. Ihre Aktion führt die Menschen noch näher – aber mit körperlichem Abstand – solidarisch zu einander; auch hier in der Großstadt ist das deutlich zu beobachten. Unseren täglichen Spaziergang zu zweit mit Hund führt uns oft an die Elbe, auch hier in Blankenese. Beim Blick auf den Strom, das fließende Wasser, erkennen wir die natürliche, lebendige Verbindung zu unseren beiden Heimatorten. In Verbundenheit grüßen wir Sie und Ihre Familie herzlich. P.S. Bleiben Sie alle gesund!

Foto privat: Die Elbe bei Hamburg

Hallo Jörg. Ich finde deine Idee mit den Texten und mit dem Glockenleuten richtig gut. Außerdem habe ich noch eine Idee. Ich fände es schön, wenn man deine Stimme hören könnte. Also vielleicht so als einfache Aufnahme oder als Podcast oder so, wo du die Texte dann vorliest. Diese Aufnahme kann man dann ja auch online stellen. Auf diese Aktion könnte vielleicht auch in der EJZ, in einem kleinem Artikel, hingewiesen werden. Die Zeitung würde sich in dieser Zeit sicher auch über einen Artikel freuen. Und somit würden auch ältere, die vielleicht nicht bei Facebook und Co vertreten sind, darüber erfahren. Liebe Grüße.

[In der EJZ ist inzwischen ein großer Artikel erschienen, in dem das ganze Angebot der Kirchen in Lüchow-Dannenberg beschrieben wurde. Auf der Homepage evangelisch-im-wendland findet man auch alle Neuigkeiten und auch kleine Filme oder Audiobeiträge. Immer montags veröffentliche ich eine alte Radioandacht als Text, aber auch als Audio. Darüber hinaus will ich mich auf das Schreiben von Texten konzentrieren und hoffe, dass andere sich ein Mikro oder eine Kamera schnappen. Videos von Andachten zu Hause würde ich gerne online stellen, wenn mir die jemand schickt.]

Guten Morgen Jörg, das Angebot ist einfach klasse. Ich habe es an an eine andere Person weitergeleitet. Sie ist jedoch nicht die einzige, die allein lebt. Hast du eine Info-Seite parat, die ausgedruckt an unsere Gemeindebretter gehängt werden kann? Hab einen guten Wochenstart. Viele Grüße. [Das sollte eigentlich schon geschehen sein. Wenigstens in den Schaukästen. Am Wurstwagen in Quickborn liegen Handzettel.]

Guten Morgen Herr Prahler, Ende des letzten Jahres begann ich, wieder das ein oder andere Mal öfter den Gottesdienst in der Kirche zu besuchen. Groß war die Vorfreude auf den Gottesdienst in der Kirche, als die Tage jetzt wieder heller und wärmer wurden. Ich freute mich auf meinen Ort der Stille und auf die Musik der Orgel und das gemeinsame Singen in der Kirche. Und dann kam Corona. Erst durfte ich nicht mehr zur Arbeit fahren und dann hatte ich auch noch beide Kinder zu Hause und muss jetzt Homeoffice und die Kinder unter einen Hut bekommen. Und auch jetzt gerade, wo ich diese Worte hier schreibe, sitzt mein kleiner Sohn auf meinem Schoß und erzählt mir von den LKWs die draußen vorbei fahren. Gestern Morgen, also am Sonntag, läuteten, wie jeden Sonntag, um 08:00 Uhr morgens die Glocken der Kirche. Ich saß gerade im Wohnzimmer am Esstisch und trank meinen ersten Kaffee und die Glocken ließen mich daran denken, dass auch die Kirche jetzt geschlossen ist und keine Gottesdienste mehr stattfinden dürfen. Und damit kam für mich die Frage: „Wie macht das jetzt eigentlich Herr Prahler?“ Also ging ich auf die Internetseite, auf der auch immer der Gemeindebrief veröffentlicht wird und fand dort die Anleitung für das Abendgebet und die Predigt für den gestrigen Gottesdienst. Und damit habe ich jetzt immer dann Kirche, wenn ich sie brauche. Ich kann auf die Internetseite gehen und den Predigttext lesen und ich kann die Anregungen für das Abendgebet lesen. Zu den Zeiten, zu denen das Abendgebet stattfinden soll, bringe ich in der Regel die Kinder ins Bett. Aber ich kann eine Kerze denken um 19:30 Uhr. Ich trage sie dann in mir. Und ich kann die Texte lesen und beten, zu den Zeiten, die mir dafür passen. Dafür möchte ich Ihnen danken. Und ich möchte hiermit mitteilen, dass die Arbeit auf der Internetseite nicht umsonst ist. Eine kleine Anregung hätte ich dennoch: Meine große Aufgabe besteht im Moment darin, den Alltag für meine Kinder zu strukturieren. Vielleicht können Sie mir mit einem Gebet weiterhelfen, was ich mit meinem Sohn und meiner Tochter zu Hause sprechen kann. Am Vormittag. Und dort versuche ich dann möglichst eine ähnliche Uhrzeit mit den beiden einzuhalten. Und ich werde mit ihnen eine Kerze anzünden. Das würde ich mir wünschen. Vielen Dank und viele Grüße.

[Das Buch mit Kindergebeten, das ich jahrelang den Taufeltern empfohlen habe, gibt es inzwischen nur noch antiquarisch: Kindergebete für alle Tage. Allgemein schlage ich für das Beten mit Kindern vor: Suchen Sie sich möglichst eine feste Zeit und einen festen Ort in Ihrem Tagesablauf. Sie können das ganz einfach machen oder auch ein bisschen ausgestalten. Überlegen Sie sich ein festes Ritual, z.B. eine Kerze, die angezündet wird oder ein Glöckchen (Glockenklang vom Handy), das geläutet wird oder einen Gong oder eine Klangschale. Dann könnten Sie zuerst ein freies Gebetgespräch mit den Kindern führen: „Was fällt euch denn ein, wofür ihr Gott Danke sagen wollt? … Was hat euch Angst gemacht und wobei soll er euch trösten? … Worum möchtet ihr Gott bitten?” Sagen Sie ruhig zu allen Dingen auch was. Und dann kann ein vorformuliertes und immer gleiches Gebet den Schluss machen. Hier mein Vorschlag: „Du, unser Gott und Vater, wir bitten dich für alle Menschen auf der Welt, dass sie einander lieb haben und einander glücklich machen: für alle Kinder, dass ihnen nichts Böses zustoße und dass sie fröhlich heranwachsen; für alle Menschen, dass sie helfen, eine heile Welt aufzubauen, so wie du, unser Gott, es willst; für alle Kranken, dass du ihnen beistehst. Amen.“]

Hallo Jörg, über den WhatsApp Status einer Bekannten aus unserer Kirchengemeinde bin ich auf dein neues Angebot in dieser verrückten Zeit – Kirche digital – gestoßen. Ich finde die Idee super. Es hat ein paar Tage gedauert bis wir davon mitbekommen haben, aber das Angebot wird jetzt auch von uns fleißig geteilt. Wir hoffe auf eine gute Resonanz. Toll und Danke. Viele Grüße.

Lieber Jörg! Danke für Deine “Erweiterung” des Gemeindebriefs. Du nimmst da sehr viel auf Dich. Danke! Hab gute Geanken für den Gemeindebrief im e-Format. Herzliche Grüße.

Lieber Jörg, ich habe heute zum ersten Mal bewusst, um 19:20 Uhr die Glocken läuten hören. Das fand ich sehr einstimmend. Wir haben das Fenster offen gelassen, dann das Abendgebet gefeiert und das Licht ins Fenster gestellt. Uns tröstet das! Auch der Gedanke dass das gerade einige/viele andere machen! So fühlt es sich nicht so “allein zu Haus” an. Ausserdem hilft es uns, im neuen Tagesrhythmus eine feste Konstante zu haben. Die Geschichten sind gut zu lesen und regen mich persönlich immer zum nachdenken, drüber sprechen und auch zum “weiterleiten” an. Weiter so! Viele Grüsse .

Hallo Jörg, ich finde das eine gute Idee und habe Deine Mail mal bei uns in der Feuerwehr weitergeleitet. Gruß.

Hallo Jörg, habe ich weitergeleitet. LG und bleibt gesund.

Hallo Jörg. Die Homepage mit den Andachten, einem Gebet und Kerzen in den Fenstern ist eine gute Idee. Liebe Grüße.

Lieber Jörg! Guten Morgen. Einfach schön, diese Geschichte von Gelassenheit und Hoffnung. Danke!

[Es war die Geschichte von dem alten Chinesen und seinem Pferd.]

Guten Morgen, Jörg, deine Idee mit dem Läuten finde ich sehr gut. Auch deine Andachten und Gedanken vom 18./19. hab ich gelesen und mich dabei gut getragen gefühlt. Den Link habe ich kräftig weiterverbreitet an einige aus der Gemeinde (zum Beispiel an die Tochter von XY, mit der Bitte, es ihr vorzulesen) und aus anderen Gemeinden im Landkreis und auch außerhalb des Lankreises an Freunde in Lüneburg, Hamburg, Schleswig-Holstein. Ich bin sehr dankbar für deine Angebote für/an die Menschen und wünsche gleichzeitig dass du nicht “überrollt” wirst. Aktuell wird es vermutlich noch gehen, aber mit Sorge blicke auf die Zeit in einigen Wochen, wenn es weitergehend so ist wie aktuell oder vermutlich schlimmer. Eine aufregende und beängstigende Zeit liegt vor uns. Mögest du und deine Familie behütet sein. Auf bald.

Lieber Jörg …ich finde es sehr schön die Andacht mit Kerze am Abend … Ich stelle auch jeden Abend eine Kerze ins Fenster … trotzdem fehlt mir der Sonntagsgottesdienst sehr …ich würde mich über eine kleine Andacht zur Gottesdienstzeit auch sehr freun … vielleicht gibt ja eine Möglichkeit für beides… Liebe Grüße.

[Wie gesagt, auf der Homepage des Kirchenkreises gibt es auch Videos mit Andachten und Kurzgottesdiensten „von hier aus Lüchow-Dannenberg“. Auf der Seite der Kirchengemeinde gibt es Links zu sehr gut produzierten Gottesdiensten aus der Landeskirche.]

Moin Jörg, deine Texte auf der Homepage finde ich super. Ich finde, das sollte nicht nur unter DaLaQui zu finden sein. Kann das nicht irgendwie auf die Kirchenkreis-Homepage ganz oben? Und dann ist jeder/jede von uns mal dran. Tschüß, Adieu, Gott befohlen.

[Inzwischen erscheinen die Andachten auf der Startseite des Kirchenkreises und auf der Seite der Kirchengemeinde.]

Ich schaue auf die Homepage und finde sie …ich freue mich das du sie machst !

Liebe Grüße. Hallo Jörg, das ist ja toll, was du gemacht hast, ein kleines Licht für jeden Tag! Vielleicht passt ja das Interview mit Gott als kleines Licht auch dazu. Viele Grüße.

Lieber Jörg,ich finde deine Idee gut! Und habe es schon in sämtlichen Verteilern gepostet. Möge es seinen Lauf nehmen… Macht es vielleicht Sinn, das Abendgebet und die Erklärung dazu auszudrucken und in ausgewählte Briefkästen zu stecken? Ich denke da zum Beispiel an Familie XY… Oder ist das nicht so gut, da eventuell über das Papier was übertragen werden kann? Herzliche Grüße.

[Die Gemeinde kann nicht regelmäßig Informationen, Andachten oder ähnliches an alle Haushalte weitergeben. Dann wären die Austrägerinnen und Austräger bald überlastet. Es ist auch aufwändig zu organisieren. Am besten geschieht das selbstorganisiert in der Nachbarschaft. Die Übertragungsmöglichkeit des Virus über Papier ist wohl weitgehend zu vernachlässigen. Zeitungen und Post werden ja auch an alle Haushalte verteilt. Natürlich sollte man sich vor dem Briefeschreiben und Eintüten die Hände waschen oder desinfizieren. Wer krank ist, sollte wahrscheinlich auch keine Briefe an andere schreiben. Und vielleicht ist es schlau, den Brief am Abend einzuwerfen, damit er erst am nächsten Mittag wieder in die Hand genommen wird.]

 

So, dass waren die Mails und Rückmeldungen, die mich bislang erreicht haben. Die beiden kleinen Lichter über C.G. Jung und über die Liedstrophe „Trotz dem alten Drachen…“ gehen auf eure Anregungen zurück. Ein paar Ideen harren noch der Umsetzung. Auch eure organisatorischen Tipps wurden zum großen Teil schon beherzigt. Vielen Dank für eure Unterstützung und für alle weiteren Rückmeldungen an mich.

Das zwölfte kleine Licht.

Bleiben Sie gesund. Werden Sie gesund.

Ihr Pastor Jörg Prahler

PS: Die Blu-ray von den „Blues Brothers“ liegt immer noch zum Ausleihen und Weitergeben auf meinem Briefkasten. Hat denn gar keiner hier meinen Humor?

Das “kleine Licht” erscheint jeden Abend auf der Startseite von Evangelisch-im-Wendland.de und auf der Homepage der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können diese Andacht, diesen Impuls oder Gedanken gut in ein Abendgebet einbauen. In Damnatz, Langendorf und Quickborn läuten dazu jeden Abend von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Für das Abendgebet können Sie eine Kerze anzünden. Die Kerze können Sie danach um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße stellen. Das ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich zur Zeit ganz viele Menschen in Lüchow-Dannenberg gegenseitig geben.

Meine Oma hat aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

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Sechs-Minuten-Gottesdienst zum Sonntag Judica aus Breselenz

Michael Ketzenberg hat einen Sechs-Minuten-Gottesdienst zum Sonntag Judica aufgenommen, der auf unserem Vimeo-Kanal zu sehen ist:

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29.3.2020 – Draußen vor der Tür

Gedanken zum Tag

Die Kirchentür ist zu. Auf dem Fußboden steht eine Kerze. Am Türgriff hängt ein Kreuz, das wir sonst zum Gottesdienst an Himmelfahrt am Thielenburger See an der Himmelsleiter anbringen. Heute hängt es also auch zwischen Himmel und Erde, verbindet uns mit Gott und miteinander, damit uns das Leben auf der Erde nicht zur Hölle wird. Die Kirchentür ist verschlossen. Aber die Kirche ist hat deswegen nicht zu. „Der Herr ist jetzt da draußen“, denke ich. Der wird jetzt woanders gebraucht, dort, wo die Menschen leben, lieben, streiten und mit so viel erzwungener Nähe manchmal auch überfordert sind. Da gehört er doch hin. Jetzt. Heute. Mit seiner Kraft. Da muss er doch jetzt das Herz der Menschen erreichen. Was soll er in der Kirche, jetzt, wo sie menschleer ist? War ja schon immer so, nur wir Menschen bauten Kirchen, um uns daran zu erinnern. Gott ist nicht für die Kirchen da, sondern für die Menschen. Wo finden wir Jesus in den Geschichten des Glaubens? Auf den Straßen und Plätzen, am Brunnen, den Zentren der Dörfer, unterwegs spricht er mit den Menschen und die Menschen erzählen ihm. Manche sprechen gar nicht mit ihm. Da ist eine Frau, die berührt nur sein Kleid. Und sie findet ihre Kraft wieder, die ihr über viele Jahre abhanden gekommen ist. Sie rührte einfach sein Kleid an, weil Frauen nicht einfach mit Männern auf der Straße sprechen durften. Sie rührte nur sein Kleid an. Das hat ihr schon gereicht in dem Gedränge um ihn. Und er? Er hats gemerkt.
Ein einzelner Mensch unter so vielen anderen.
Der Herr ist jetzt da draußen, denkt die Pastorin in mir. Ich finde diesen Gedanken ziemlich gut, ziemlich tröstlich. „Er wird dir geben, was dein Herz wünscht“ betet einer in den Psalmen. In mir singt die Melodie dazu – von Mendelssohn-Bartholdy. Sei stille dem Herrn und hoffe auf ihn. Er wird dir geben, was dein Herz wünscht. Weil er genau dahin gehört. Nicht von oben herab, sondern bei den Menschen, an ihrer Seite, bei ihrem Sorgen und Ängsten und bei dem, was sie freut.
Der Herr ist da draußen. Gott sei Dank!

Pastorin Susanne Ackermann
St. Johannis Dannenberg
29. März 2020

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Kleine Sonntagspredigt für den 29. März

Vor den Toren der Stadt

Die Kirche steht heute meist mitten im Dorf. Wenigstens hat sie in einem Dorf oder einer Stadt in der Regel einen besonders guten und vornehmen Platz. Andersrum ist es mit den Orten, wo man früher die Verbrecher hingerichtet hat. Die lagen außerhalb der Stadtmauern und ein ganzes Stückchen weg von den schönen Häusern der vornehmen und anständigen Bürger. Von denen, die sich eher um die Kirche drängten.

Auf manchen Stadtplänen kann man das auch Jahrhunderte später noch gut erkennen. Zum Beispiel in Hitzacker.

Die Kirche hat eine ausgesprochen vornehme Adresse. Sie liegt sogar auf der Insel, dem historischen Kern der Stadt rechts oben. Ganz anders sieht es beim Galgenberg aus da unten. Dieser Bereich liegt ein ganzes Stück weg von der Altstadt und ist erst viel später bebaut worden. Erst als die Galgen schon längst Geschichte waren.

Ähnlich war es auch in Jerusalem, wo der Tempelberg das spirituelle Zentrum der Stadt ist. Der Berg Golgatha, wo Jesus gekreuzigt wurde, lag außerhalb der Stadt.

Darauf wird im heutigen Predigttext angespielt. Im Hebräerbrief, im 13. Kapitel heißt es: „Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“.

Die Christen, an die sich der Hebräerbrief richtet, sollen sich gar nicht so sehr in dem guten Leben in der Stadt einrichten. Sich nicht dort niederlassen, wo man Rang und Namen hat. Sich nicht so tief verstricken in den Filz, die Abhängigkeiten, in Strukturen, wo eine Hand die andere wäscht. Sondern die Christen sollen sich an Jesus halten. Der für seine Überzeugungen mit Schimpf und Schande vor der Stadt gestorben ist. Der ein Opfer gebracht hat für die Menschen, statt es sich einfach gutgehen zu lassen.

Der Verfasser des Hebräerbriefs verlangt von den Christen, dass sie sich nicht einwickeln lassen sollen. Lieber um der guten Sache willen anecken. Sich auch mal schmähen und beschimpfen lassen, wenn es darum geht, Jesus nachzueifern. Die verdiente Anerkennung für diese Haltung wird es in dieser Welt wohl gar nicht geben. Aber in einer zukünftigen bei Gott.

Aber nun stehen unsere Kirchen heute nicht auf den Galgenbergen. Sie stehen in den Herzen der Städte, an der ersten Adresse im Dorf.

Offenbar haben die Christen im Laufe der Jahrhunderte die Anweisung des Hebräerbriefes bei Seite gewischt. Sie haben die Verhältnisse sogar umgekehrt. Sie bauten ihre Kirchen später genau da hin, wo Jesus früher nicht anerkannt gewesen ist. Und die Kirche bewegte sich weg den Vierteln, wo die einfachen Leute lebten. Einfache Leute, wie es die Jünger und Jesus selber damals mal gewesen sind.

Und im Mittelalter wurden Kirchen dann zu Palästen und die Bischöfe und Päpste herrschten mit Pracht und Herrlichkeit und waren kaum von weltlichen Fürsten oder Königen zu unterscheiden. In der Kaiserzeit im 19. und 20. Jahrhundert gab es ein Bündnis von Thron und Altar. Das heißt, die Kirche und der Kaiser stützten sich gegenseitig, damit sich an der Verteilung der Macht im Lande ja nichts änderte. Und sogar in den Dorfgemeinden auf dem Land kann man noch Geschichten hören, dass die Pastoren früher in der schlechten Zeit als erstes und am liebsten die großen Bauern besuchten. Weil sie dafür mit ein paar Eiern oder mit einer Mettwurst belohnt wurden.

Auch diese Zeiten sind lange her. In den 60ger, 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Kirchen ganz bewusst auch in die Vororte gebaut. Sozialstationen und Gemeindehäuser entstanden in den ärmeren Vierteln. Die Diakonie und viele kirchliche Initiativen richten sich besonders an Menschen, die Hilfe brauchen. Wenn sich die Kirche in die Politik einmischt, dann meist zugunsten derer, die sonst kaum eine Stimme haben. Und Pastorinnen und Pastoren verdienen inzwischen gut und können sich ihre Mettwürste sehr gut selber kaufen. Ich entscheide meine Besuche danach, wo ich gebraucht werde. Nicht nach Ansehen oder Portemonnaie der Person.

Aber trotzdem: Ein Pastor oder eine Pastorin hat studiert und wir verdienen wirklich gut. Damit gehören wir alle automatisch zur gehobenen Mittelklasse. Vor allem brauchen wir Pastoren uns auch in unsicheren Zeiten keine Sorgen um unser Einkommen zu machen. Anders als bei vielen anderen jetzt kommt unser Gehalt jeden Monat zuverlässig aufs Konto.

Deshalb müssen ich wie meine Kolleginnen und Kollegen gerade in diesen kritischen Wochen vorsichtig sein. Müssen viele der eher Gutgestellten, die in der Kirche Verantwortung tragen, vorsichtig sein: Bekommen wir die wirklichen Sorgen und Nöte der Menschen eigentlich mit? Von denen, die es gerade schwer haben? Haben wir eine Ahnung, was gerade konkret getan werden muss? Sind wir eigentlich dicht dran an den Problemen der Menschen oder segeln wir doch eher darüber weg?

Ich will mir Mühe geben, genau hinzusehen. Ich hoffe aber auch auf Sie, dass sie mir sagen, was los ist. Denn der Ort, wo wir von der Kirche hingehören, ist nicht der beste Ort am Platz. Es ist der Ort, wo wir gebraucht werden.

Amen.

Und der Geist Gottes, der höher ist als alle Vernunft bewahre eure Herzen in Christus Jesus. Amen.

Euer Pastor Jörg Prahler.

Sonntags und an Feiertagen finden Sie einen anderen Gebetsablauf und eine kurze Predigt auf dieser Seite und auf den Seiten der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können mit Hilfe dieses Ablauf allein oder mit der Familie einen Gottesdienst feiern. Für all das läuten als Startsignal von 10 bis 10.15 Uhr die Glocken in allen drei Kirchen.

Mein Opa hat aber gar kein Internet“? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen, zu verlinken oder sie anderen am Telefon vorzulesen. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

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Online-Fürbitten

FürbittenkerzeFürbitten im Gottesdienst oder im persönlichen Gebet an einer Kerze in der Kirche sind für viele ein Weg, sich mit ihren Wünschen, Sorgen oder Bitten an Gott zu wenden. Während nun die Kirchen geschlossen bleiben müssen, fehlt diese Möglichkeit vor Ort.

Damit dieser Weg dennoch in etwas anderer Form möglich ist, haben wir uns überlegt, das Fürbittenbuch, das es in einigen Gemeinden gibt, ins Internet zu übertragen: Schreiben Sie unten als Kommentar gerne auf, was Ihr Herz gerade bewegt oder bedrückt. Statt Ihres Namens können Sie natürlich auch ein Kürzel oder einen Fantasienamen wählen.

Ihre Pastorinnen und Pastoren werden diese Wünsche und Gebete auch mit in ihre Fürbitten aufnehmen. So bleiben wir vielleicht noch ein Stück mehr miteinander verbunden – durch das, was uns auf dem Herzen liegt und wofür wir uns Gottes Nähe wünschen.

Foto: Inna Rempel
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Ein kleines Licht am 28. März

Everybody Needs Somebody to Love

Als ich noch zur Schule ging oder nachher an der Uni, gab es keine Party, auf der nicht mindestens einmal dieser Song gespielt wurde. Jeder konnte ihn mitsingen. Du durftest dazu so albern oder abgedreht tanzen, wie du wolltest. Du hattest dazu nicht nur die Musik im Kopf, du hattest dazu auch geradezu einen Film vor Augen. Aber das war keine Überraschung: Der Song stammte aus dem Film „Blues Brothers“: Everybody Needs Somebody to Love!

Die Blues Brothers waren eigentlich zwei Komiker: Der lange, hagere Dan Aykroyd und der kleine, dicke John Belushi. Aykroyd und Belushi gehörten zur Besetzung einer Samstagabend-Comedy-Show im US-Fernsehen. Die Idee zu den „Blues Brothers“ war im Prinzip nach einem Sketch der beiden entstanden.

Aykroyd und Belushi formten dann eine Band aus hochklassigen Studiomusikern. Diese Band sollte zuerst nur als Gag in der Show auftreten. Aber bald schon gaben die Blues Brothers Konzerte außerhalb der Show und brachten sogar eine Schallplatte heraus. Der Durchbruch kam mit dem gleichnamigen Kinofilm von 1980, für den Dan Aykroyd das Drehbuch geschrieben hatte.

Markenzeichen der beiden Blues Brothers – Frontmänner waren die schwarzen Anzüge, die schwarzen Hüte und die Sonnenbrillen, die niemals abgelegt werden. Und ihre durch nichts zu erschütternde Coolness.

Zwei Blues-Brothers-Figuren im Gegenlicht. Foto: I. Rasche / pixelio.de

Der Film entwickelte sich schnell zum Kultfilm und zwar sowohl als Komödie wie auch als Musikfilm. Denn Aykroyd und Belushi schafften es, zahlreiche Stars des Blues, des Soul und des Rhythm and Blues für diesen Film vor die Kamera zu holen. Unter anderem leisteten Aretha Franklin, James Brown, Cab Calloway, Ray Charles und John Lee Hooker ihren Beitrag. Der Blues-Brothers-Film ist damit zugleich ein Denkmal für Musikstile, die in den 80ger Jahren eigentlich ihre große Zeit schon hinter sich hatten.

Die Handlung des Films ist realtiv schnell erzählt: Jake Blues (John Belushi) wird von seinem Bruder Elwood (Dan Aykroyd) nach einer mehrjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis abgeholt. Dafür fährt er ausgerechnet einen ausrangierten Polizeiwagen vor – dem Bluesmobil.

Als erstes besuchen Jake und Elwood das von Nonnen geleitete Waisenhaus, in dem die beiden aufgewachsen sind. Von ihrem väterlichen Freund Curtis erfahren sie, dass das Waisenhaus 5.000 Dollar Steuerschulden hat. Wenn die Summe nicht in kürzester Zeit bei der Steuerbehörde von Chicago eingezahlt wird, muss das Waisenhaus schließen. Die Blues Brothers wollen helfen. Allerdings muss das Geld ehrlich verdient werden, sonst nehmen es die Nonnen nicht an.

Anschließend besuchen die Jake und Elwood eine Kirche. Der Gottesdienstes endet in einer wilde Tanznummer und einer sprichwörtlichen Erleuchtung: Jake Blues erkennt: Er muss die Band wieder zusammenbringen, die während seiner Zeit im Gefängnis auseinander gefallen ist. Mit einem Konzert dieser Band kann er das Geld für das Waisenhaus aufbringen. Von nun an sind die Blues Brothers im „Auftrag des Herrn“ unterwegs.

Die Mitglieder der Band gehen inzwischen jedoch längst allesamt anderen, anständigen Berufen nach. Mit Überredungskunst und sanfter Erpressung kriegen die Blues Brothers ihre Musiker wieder für ein paar Auftritte zusammen.

Auf dem Weg zu dem großen Abschlusskonzert im Palace Hotel Ballroom ziehen die Blues Brothers dann eine Schneise der Verwüstung: Ein ganzes Einkaufscenter und mehrere Polizeiautos gehen zu Bruch. Außerdem heften sich eine mordlustige verschmähte Braut, eine um ihren Auftritt geprellte Country-Band, eine amerikanische Nazi-Partei sowie die gesamte Autobahnpolizei von Chicago an ihre Fersen.

Mit knapper Not erreichen die Blues Brothers den Konzertsaal und unter anderem „Everybody Needs Somebody to Love“. Damit bringen sie die Menge zum Toben. Die Konzerteinnahmen und ein Vorschuss auf einen Plattenvertrag reichen, um die Schulden des Waisenhauses zu bezahlen.

Auf dem Weg zurück nach Chicago und zur Steuerbehörde werden die Blues Brothers dann von allen verfolgt, denen sie im Laufe des Filmes auf den Schlips getreten sind. Zusätzlich kommen noch die Feuerwehr, die Armee und die Nationalgarde hinzu. Nach waghalsiger Flucht und unzähligen geschrotteten Polizeiautos gelingt es den beiden, das Geld in letzter Sekunde bei der Behörde einzuzahlen. Dann werden sie verhaftet. In der letzten Szene tritt die gesamte Blues Brothers Band noch einmal gemeinsam auf: Als Sträflinge im Gefängnis vor den anderen Gefangenen.

Ich muss sagen, liebe diesen Film. Ich liebe jeden einzelnen Song, der darin zu hören ist. Aber besonders mag ich das Stück „Everybody Needs Sombody to Love“.

Übersetzt heißt das „Jeder braucht irgendwen, den er lieben kann“. Und dann geht es weiter: „Einen Schatz, den man vermissen kann. Eine Süße, die man küssen kann. Ich brauche dich!“ Und später: „Leute, ihr wisst: Wenn ihr diesen ‚Irgendwen‘ gefunden habt, haltet diese Frau, haltet diesen Mann fest. Liebe ihn, sei gut zu ihm. Drücke sie, sei gut zu ihr. Halte sie, drücke sie und gefalle dieser Person und gib ihr all deine Liebe. Bekräftige deine Liebe mit jeder sanfter Liebkosung. Weil es so wichtig ist, diesen besonderen Menschen zu haben, zu halten, zu küssen, zu vermissen, zu drücken und ihm gutzutun“.

Ich will es jetzt auch nicht übertreiben. Blues Brothers ist ein Film, der Spaß machen soll. Er soll unterhalten, du sollst lachen und dazu bekommst du noch jede Menge guter Musik zu hören.

Der Text von „Everybody Needs Somebody to Love“ enthält auch keine großen Geheimnisse. Aber er hat recht: Jeder Mensch braucht jemanden, den man liebhaben kann. Und diesen Jemanden muss man festhalten, ihn drücken, lieben und Gutes tun.

Aber es geht bei den Blues Brothers nicht allein um traute Zweisamkeit von einem verliebten Pärchen. Es geht nicht nur um Romantik und um Zärtlichkeit – es geht um mehr. Um eine grundsätzliche Einstellung zum Leben.

Im Film springt auf dem Konzert genau bei diesem Lied der Funke über. Anfangs steht das Publikum nur stumm und steif herum. Aber Jake und Elwood singen von der Bühne: „I need you, you, you!“, also „Ich brauche dich, dich, dich!“ Und alle werden mitgerissen. Es lieben sich nur zwei und ziehen sich raus, sondern daraus wird ein Erlebnis, ein Lebensgefühl für alle. Freude, Spaß und alle gehören zusammen.

Letztlich spiegelt dieser Song wider, worum es in dem ganzen Film geht: Jake und Elwood brauchen einander und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Die Band lässt aus alter Freundschaft ein gesichertes, aber trostloses Leben fahren und zieht wieder los. Und das alles nehmen die Blues Brothers auf sich, um ein Waisenhaus zu retten, in dem sie Liebe und Unterstützung erfahren haben. Wenn schon nicht von der strengen Mutter Oberin, dann doch wenigstens von dem warmherzigen Curtis. Und selbst am Schluss als alle im Gefängnis sitzen, wird Musik gemacht. Alle feier und tanzen zusammen. Haben zusammen Spaß.

Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei“ (1. Buch Mose, 2,18), weil es ihn auf die Dauer traurig und wahrscheinlich auch wunderlich macht. Und gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass ich einen habe, der mir guttut. Den ich wohl möglich sogar drücken und liebhaben darf. Auch jeden Fall brauche ich auch Spaß und was zu lachen.

Das elfte kleine Licht.

Bleiben Sie gesund. Werden Sie gesund.

Ihr Pastor Jörg Prahler

PS: Den Film „Blues Brothers“ können Sie sich gerne mal angucken, wenn Sie Spaß an einem etwas wildem und anarchischen Humor haben. Wahrscheinlich kann man sich die Blues Brothers in jedem gut sortierten Streaming-Dienst anschauen. Schauen Sie das Original von 1980 und den späteren Abklatsch „Blues Brothers 2000“ nur auf eigene Gefahr.

Für alle, die keine Filme streamen können oder wollen, habe ich eine Alternative: Ich habe eine Blu-ray von dem Film und wenn ich diese Andacht online stelle, dann stelle ich auch die Blu-ray in einem Umschlag auf meinen Briefkasten. Sie dürfen sich diesen Umschlag mitnehmen, den Film anschauen und am nächsten Tag an eine andere Person weitergeben. Wieder anschauen, weitergeben.

Tragen Sie auf dem beiliegenden Zettel ihren Namen ein und wie Ihnen der Film gefallen hat. Vielleicht noch einen netten Gruß an den, der den Brief als nächstes bekommt. Fassen sie die Blu-ray und die Hülle nur mit sauberen, frisch gewaschenen Händen an. Am 18. April sollten die Blues Brothers dann wieder bei mir in der Hauptstraße 13 in 29476 in Quickborn sein, persönlich in den Briefkasten geworfen oder per Post.

Warten Sie nicht zu lange, morgen soll es regnen.

Das “kleine Licht” erscheint jeden Abend hier und auf der Homepage der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können diese Andacht, diesen Impuls oder Gedanken gut in ein Abendgebet einbauen. In Damnatz, Langendorf und Quickborn läuten dazu jeden Abend von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Für das Abendgebet können Sie eine Kerze anzünden. Die Kerze können Sie danach um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße stellen. Das ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich zur Zeit ganz viele Menschen in Lüchow-Dannenberg gegenseitig geben.

Meine Oma hat aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

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28.3.2020 – Besenstrich – eines nach dem anderen

Gedanken zum Tag

Besenstrich für Besenstrich. Einen nach dem anderen, sagt Beppo der Straßenkehrer. Du darfst nicht auf die ganze Straße sehen, die sich zieht und zieht noch und nöcher. Nur Besenstrich für Besenstrich. Und am Ende hast du die ganze Straße gemacht und du bist nicht aus der Puste gekommen. Beppo der Straßenkehrer aus dem unvergesslichen Buch Momo von Michael Ende. Weisheit im alltäglichen Kleid.
Eines nach dem anderen, sagt der Straßenkehrer Beppo. Damit er nicht aus der Puste kommt. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat, so heißt es in der Bibel. Wie wahr. Wie nötig! Weil es langsam enger wird, in meinem Empfinden. Wie lange soll das so noch gehen? Wann wird es wieder anders sein? Wie kann ich weiterplanen? Bis wohin kann ich überhaupt sehen, von hier aus? Eines nach dem anderen. Täglich neue Sondersendung nach den Nachrichten. Ich schaue sie mir schon längst nicht mehr an. Die neuesten Informationen, die doch bloß das Alte sagen: wir wissen nicht, wohin es uns führt. Und wen und wen nicht? Und kann man das überhaupt sagen? Beim Blick in die Zukunft ist vieles noch nicht heraus. Unsicherheit ist schwer zu ertragen, jedenfalls nicht auf Dauer. Wann wird es knallen in den Familien, zwischen den Paaren, zwischen den Kindern? Wann schlägt die Unsicherheit um in Genervtsein und Feindseligkeit? Wir sind nicht gemacht für so viel Nähe auf Dauer. Die ertragen nur die Verliebten – auf Dauer.
Schau nicht auf die ganze Straße. Mach Besenstrich für Besenstrich. Damit du nicht aus der Puste kommst. Und die ist nötig. Der lange Atem der Geduld und der Weitherzigkeit. Schon längst ist mir die Bergpredigt aus der Bibel einfallen: Sorgt nicht um euer Leben. Seht die Vögel unter dem Himmel an. Sie säen nicht, sie ernten nicht und ihr himmlischer Vater ernährt sie doch. Darum sorgt nicht für morgen, denn der Tag morgen wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat. Vorsorge und Fürsorge ist eines, aber die Sorge nimmt einem die Luft zum Atmen und macht das Herz kleinlich und eng.
Ach Gott, bete ich, lass mich dir vertrauen und deinem guten Willen zum Leben. Sei du der Vorsprung des Vertrauens, aus dem wir leben können. Immer. Alle. Jeder.

Pastorin Susanne Ackermann
St. Johannis Dannenberg
28. März 2020

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Ein kleines Licht am 27. März

Ein Hoffnungsschimmer von Lesbos

Wohl nirgendwo sonst zeigt sich das Scheitern Europas so deutlich wie auf der Insel Lesbos.

Die griechische Insel liegt direkt vor der Küste der Türkei. Deshalb machen sich gerade dort immer wieder Flüchtlinge auf den Weg von dort aus nach Europa. Die ersten Flüchtlinge auf Lesbos wurden von den Bewohnern noch freudig aufgenommen. Die Bürgerinnen und Bürger brachten den Ankömmlingen Kleidung und Essen.

Doch dann zeigte sich, dass die Gesetze der Europäischen Gemeinschaft für die Bewältigung dieser Flüchtlingskrise ungeeignet sind. Danach gilt nämlich, dass alle Flüchtlinge bis zu ihrer Anerkennung oder bis zu ihrer Abschiebung in dem Land bleiben sollen, wo sie Europa zuerst betreten haben. Das heißt: Fast alle Flüchtlinge, die sich von Afghanistan, Irak, Iran und Syrien über die Türkei auf den Weg machen, landen fast automatisch in Griechenland. Deutschland, Polen, Niederlande, Dänemark… sind hingegen fein raus.

Aber ausgerechnet das kleine Griechenland ist seit der Euro-Krise hoch verschuldet und wirtschaftlich ohnehin sehr schwach.

Doch die anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft lassen Griechenland in der Flüchtlingskrise weitgehend im Stich. Die reichen Länder im Norden wollen bloß nicht zu viele Flüchtlinge aufnehmen. Die Länder im Osten am besten überhaupt keine.

Und die griechische Regierung lässt die Menschen auf Lesbos mit ihren Problemen alleine: Die ankommenden Flüchtlinge werden nur schleppend und in zu kleiner Zahl von dort aufs Festland geholt. Das Flüchtlingslager auf Lesbos quillt über. Wo eigentlich nur Platz für 3.000 Menschen ist, werden inzwischen fast 20.000 Männer, Frauen und Kinder zusammengepfercht. Die Menschen sind verzweifelt. Die hygienischen Zustände sind katastrophal. Wenn in so einem Flüchtlingslager ein Mensch erkrankt, kann sich das Virus explosionsartig vermehren.

Zugleich kamen wegen der Flüchtlinge in den letzten Jahren viel weniger Touristen auf die Insel. Viele Einheimische haben deswegen ihre Arbeit verloren. Die Stimmung hat sich gedreht.

In der letzten Wochen wurde von rechtsradikalen Schlägerbanden berichtet. Die haben zuerst Flüchtlinge auf Lesbos zusammengeschlagen. Danach machten sie auch Jagd auf Journalisten und auf Helfer der Flüchtlingsorganisationen. Die Lage hat sich in den letzten Wochen und Monaten immer weiter zugespitzt.

Und wo, bitteschön, soll gerade da ein Hoffnungsschimmer zu sehen sein?

Ausgerechnet an der unwahrscheinlichsten Stelle, die sich denken lässt. In dem Flüchtlingslager gibt es Nähmaschinen. Und es gibt dort viele Frauen, die sehr gut nähen können. Jetzt hat eine Gruppe afghanischer Frauen angefangen, aus dem Baumwollstoff statt Kleidern Mundschutze zu nähen. Jeden Tag fertigen sie hunderte dieser Masken. Und sie verteilen sie im Flüchtlingslager. Und sie verschenken sie aber auch an die Bewohnerinnen und Bewohner von Lesbos.

Diese Flüchtlingsfrauen wurden von den meisten Einheimischen nur noch als eine Last angesehen. Aber jetzt helfen sie, um auf der Insel die Seuche in den Griff zu kriegen.

Ich hoffe, dass diese Aktion die Menschen auf Lesbos zum Nachdenken bringt. Und die Schläger und die Hetzer zum Umdenken. Und auch die Menschen bei uns und anderswo in Europa sollten an diesem Beispiel etwas lernen.

So ein Virus kennt keine Grenzen. Es unterscheidet nicht zwischen Muslim oder Christ. Zwischen Asiat, Europäer oder Afrikaner. Das Virus greift Menschen an. Jeden Alters, jeder Herkunft und jeder politischen Einstellung. Und wenn wir alle zusammen angegriffen werden, sollten wir uns dann nicht auch alle zusammen wehren? Alle Menschen gemeinsam?

Mir erscheint das logisch. Probleme löst man miteinander und niemals gegeneinander. Die afghanischen Frauen auf Lesbos haben das längst schon begriffen.

1. Johannesbrief, Kapitel 3, Vers 11: „Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang an, dass wir uns untereinander lieben sollen.“

Das zehnte kleine Licht.

Bleiben Sie gesund. Werden Sie gesund.

Ihr Pastor Jörg Prahler

Das “kleine Licht” erscheint jeden Abend hier und auf der Homepage der Kirchengemeinden Damnatz, Langendorf und Quickborn. Sie können diese Andacht, diesen Impuls oder Gedanken gut in ein Abendgebet einbauen. In Damnatz, Langendorf und Quickborn läuten dazu jeden Abend von 19.15 bis 19.20 Uhr die Glocken. Für das Abendgebet können Sie eine Kerze anzünden. Die Kerze können Sie danach um 19.30 Uhr auf ein Fensterbrett in Richtung Straße stellen. Das ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich zur Zeit ganz viele Menschen in Lüchow-Dannenberg gegenseitig geben.

“Meine Oma hat aber gar kein Internet”? Aber du! Es ist ausdrücklich erlaubt, diese Beiträge auszudrucken, zu verschicken, zu teilen oder zu verlinken. Gebt sie gerne an alle weiter, die sich darüber freuen und vor allem an die, die sonst keine Zugang dazu hätten.

Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen gerne an joergprahler@gmx.de.

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Abendgebet (Passionsandacht) von Benjamin Geggus

Andacht von Benjamin Geggus (Regionaldiakon West) nach der Abendliturgie aus dem selbstverlegten Jünger!(e)-Lieder-Buch, die auch auf unserem Vimeo-Kanal zu sehen ist.

Diese Form habe ich durch die evangelische Jugend (insbesondere durch den TeamTreff_West) kennengelernt. Neben Liedern, liturgischen Elementen und einer Andacht, steht die Kerzen-Stein-Runde im Zentrum der Feier. Hier hat jede und jeder die Möglichkeit Schweres und Freudiges zu teilen. Dieses Abendgebet richtet sich zunächst an die Jugendlichen im Wendland, aber auch an junge Erwachsene, Ältere und Senioren, die für 15 Minten beten, singen und hören wollen.
Der Ablauf des Abendgebets kann hier heruntergeladen werden.

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27.03.2020 – Schaufenster

Gedanken zum Tag

Die Läden sind geschlossen, die Türen zu. Geschäft reiht sich an Geschäft. Und passiert etwas, was ich aus Kindertagen kenne: Schaufenster ankucken. Stehen bleiben und Schaufenster ankucken. Sonst geht man vorbei, wirft einen Blick im Vorübergehen ins Schaufenster und das wars. Stehen bleiben, um zu schauen. In einem Schaufenster sah ich ein Bild, vielmehr einen Spruch als Bild: In der Realität sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Ja, das passt für heute. Es sieht alles aus wie immer, aber es ist nicht alles wie immer. Es ist leiser geworden, langsamer auch, die Menschen, die ich sehe, eher wortlos und auf Abstand. Ich vermute, wir alle merken das: wie immer und doch ganz anders. Ja, die Baumärkte erleben einen ungeahnten Boom. Die Heimwerker wollen beschäftigt sein. Nur rumsitzen, das geht nicht für solche, die es gewohnt sind, zu arbeiten, zu schaffen, zu machen. So ist jetzt mal so richtig der Garten dran. Oder im Haus muss dieses oder jenes renoviert werden. Haben wir schon so lange vorgehabt. Jetzt ist Zeit dafür. Wohl denen, die jetzt einen Garten haben, sagen viele. Die sind doch zu bedauern, die mit Kindern in einer Etagenwohnung leben, sagen sie dann gleich dazu. Draußen an der frischen Luft im Garten, da kann einem Corona doch mal den Buckel runterrutschen.
Glaub ich nicht. Aber ich wünsche es ihnen. Denn niemand weiß wie lange, und wie es kommt und was, und wie es danach sein wird. Ich glaube nicht, dass einem beim Holzhacken diese Gedanken vergehen. Für einem Moment vergessen vielleicht. Aber vergehen? Bewältigen, aushalten, akzeptieren, ertragen, annehmen, mit leichtem Herzen zuversichtlich bleiben, was auch kommt und wie es auch kommt. Ich habe bis heute noch keinen Mut, einfach in den Garten zu gehen und Laub zu harken.
Wie immer und doch ganz anders. In der Realität sieht die Wirklichkeit ganz anders aus: Ausnahmezustand.
Ich höre Sara und Abraham. Beide uralt, so uralt und zahnlos wie man sich manchmal mitten im Leben fühlen kann. „Du wirst sein wie die Sterne am Himmel. Sara, du wirst schwanger sein, Kinder haben, Zukunft und Hoffnung“. Sara lacht. Und die Theologen haben es meistens für ein Auslachen gehalten: So antwortet man Gott nicht. Das gehört sich nicht.
Warum nicht? Trauen wir Gott so wenig zu?

Susanne Ackermann
St. Johannis Dannenberg
27. März 2020

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