Ein besonderer Taufgottesdienst

Taufe von Pia, Marie und Henriette

Taufe von Pia, Marie und Henriette

Eine besondere Taufe fand kürzlich in der Kirche in Wittfeitzen statt: Dort wurden im Gottesdienst Pia, Marie und Henriette getauft.

Das Besondere dabei war, dass die Täuflinge innerhalb von acht Tagen zur Welt gekommen sind – und ihre Mütter drei Schwestern sind. Darum ist es auch keine Frage gewesen, dass alle drei in einem Gottesdienst getauft worden sind.

Sogar in der Evangelischen Zeitung (Ausgabe 27/2013) ist darüber berichtet worden:

Gottes Segen für Pia, Marie und Henriette

Drei Schwestern bringen binnen einer Woche drei Töchter zur Welt und lassen sie gemeinsam taufen

Die Dreifach-Taufe in Wittfeitzen dürfte landeskirchenweit ein Jahrhundert-Ereignis sein: die Schwestern Maren und Beate Winter sowie Ute Pietsch mit ihren Töchtern Henriette, Marie und Pia und ihren Männern Joachim Schulz, Christoph Gröger und Rolf Pietsch (jeweils von links); im Hintergrund Pastor Bernd Paul. Bild: Michael Eberstein/ Evangelische Zeitung

Drei Kindstaufen hat die Kirche in Wittfeitzen schon lange nicht mehr erlebt. Dass aber die drei Mädchen, die im Januar binnen einer guten Woche zur Welt kamen, auch noch von drei Schwestern geboren wurden, machte die Tauffeier zu etwas ganz Besonderem. „So etwas erlebt die Landeskirche sicher nicht jedes Jahrhundert“, meinte denn auch Pastor Bernd Paul bei der Taufe.

Geplant war das nicht, beteuern die Schwestern Maren und Beate Winter sowie Ute Pietsch, geb. Winter. Denn eigentlich sollte Pia erst im März geboren werden. Aber offensichtlich suchte sie die (zeitliche) Nähe zu ihren Cousinen. Pia erblickte am 24. Januar das Licht der Welt, am 30. Januar Marie und am 31. Januar schließlich Henriette, die sich wiederum etwas mehr Zeit als geplant ließ. Dass die drei Mädchen getauft würden, stand bei ihren Eltern nie in Frage. Zwei der Väter, Joachim Schulz und Rolf Pietsch, spielen schließlich auch im Posaunenchor.

Drei Kindstaufen hat die Kirche in Wittfeitzen schon lange nicht mehr erlebt. Bild: Michael Eberstein/ Evangelische Zeitung

Pastor Paul predigte über den Bibeltext von der Taufe des äthiopischen Kämmerers durch Philippus (Apg 8, 27-40). Am Ende heißt es dort von dem Kämmerer: „Er aber zog seine Straße fröhlich“. Das wünsche er auch den drei Mädchen, sagte Paul.

Diese Freude habe nichts mit dem Grinsen eines Besserwissers zu tun oder dem abgeklärten Lächeln eines Menschen, der mit dem Leben abgeschlossen habe. Es sei vielmehr ein Zeichen der reinen Freude. Diese Freude war auch der Taufgemeinde anzumerken. Die drei kleinen Mädchen wurden jedenfalls sehr herzlich in die Gemeinde aufgenommen.

Michael Eberstein, Ausgabe 27