Die pädagogische Leitung stellt sich vor

Angesichts der ständig steigenden Anforderungen an 
Kindertagesstätten sei es wichtig, die Mit-arbeiterinnen zu stärken und den Blick auf das Wesentliche zu richten, sagt Maureen Wiele: „Und das ist die Arbeit mit und an dem Kind.“ Die Diplom-Sozialpädagogin ist neue pädagogische Leiterin der sechs evangelischen Kindergärten in Lüchow-Dannenberg und weiß, wovon sie spricht: Die
Clenzerin hat unter anderem eine Krippe, einen Hort und einen Sprachheilkinder-garten in Lüneburg und Uelzen geleitet. Später begleitete die Mutter einer 15-jährigen Tochter einige Jahre lang bei verschiedenen Bildungsträgern Jugendliche in der Ausbildung, bevor sie 2009 wieder in den Kita-Bereich wechselte und die Leitung des DRK-Kindergartens in Gartow übernahm.

Auf einer Fortbildung entstand der Wunsch, sich auf einer anderen Ebene weiterzuentwickeln: „Ich wollte meine Erfahrung und mein Fachwissen weitergeben, aber unbedingt im Kita-Bereich bleiben“, sagt Maureen Wiele. Da sei die Stellenausschreibung für die pädagogische Leitung der evangelischen Kindergärten in Clenze, Dannenberg, Lüchow, Hitzacker, Küsten und Wustrow wie gerufen gekommen. Seit dem 15. März ist die Sozialpädagogin mit einer halben Stellen in dieser Position tätig, mit weiteren 50 Prozent hat sie die Kirchenkreisfachberatung für die evangelischen Kitas im Kirchenkeis Uelzen übernommen. In Lüchow-Dannenberg bildet sie mit Kirchenamtsrätin Sabine Schulte, die für die betriebswirtschaftliche Leitung verantwortlich ist, die Geschäftsführung der Kindertagesstätten. Die Bündelung der inhaltlichen und finanziellen Verantwortung komme nicht nur den Kitas zugute, sondern sei auch eine „Strukturvereinfachung für die Kommunen“, sind sich Schulte und Wiele einig.

Das Motto „Gemeinsam stärker“ treffe auch auf die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstättenleiterinnen zu, sagt Maureen Wiele. „Es läuft einfach klasse, und ich sehe es auch als meine Aufgabe, das zu erhalten“, ist ein erstes Fazit nach rund acht Wochen. Gemeinsam wolle man die Kitas zu Zentren für Kinder und ihre Familien weiterentwickeln. Das sei ein guter Weg um die Eltern aufzufangen, die ebenso wie die Kita-Mitarbeitenden einem wachsenden gesellschaftlichen Druck ausgesetzt seien. Kitas allein könnten in ihrer Struktur die Aufgabenvielfalt nicht mehr auffangen.

Weitere Schwerpunkte will die Sozialpädagogin künftig unter anderem im Bereich der Integration und Inklusion von behinderten Kindern setzen. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass alle Kinder gemeinsam betreut werden und dafür die Voraussetzungen geschaffen werden. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass jeder so geachtet wird, wie er ist, mit seinen Stärken, Schwächen und Besonderheiten.“ Im Landkreis sei Kirche in diesem Bereich schon jetzt ein Vorreiter.

Nach wie vor sei auch die Forderung nach einer dritten Kraft in Krippen ein Thema. Derzeit finanziere der Kirchenkreis für jede seiner 4 Krippengruppen zehn Stunden pro Woche aus eigenen Mitteln „Es ist uns aber ein ganz wichtiges Anliegen, dass wir über die zehn Stunden kommen“, sagt Maureen Wiele. Der Staat müsse seine Verantwortung für die Qualität in der Kleinkindbetreuung übernehmen, die ja schließlich politisch gewollt sei, ergänzt Sabine Schulte. Qualitätssicherung ist denn auch ein weiterer Schwerpunkt für Maureen Wiele: Die pädagogische Leiterin ist Beauftragte für das kürzlich an den Kitas gestartete Qualitätsmanagement System Kita (QMSK).

Mit freundlicher Genehmigung der Elbe-Jeetzel-Zeitung.